Category Archives: Installationen
VJs, Event Media Produktioner, Video Mapper sollten einen Blick auf die Software BLENDY werfen.
Ungenauigkeiten, Überblendungen, Lücken, Überschneidungen, dunkle Kanten, ungleichmässige Übergänge sind altbekannte Probleme für allem die grosse Flächen mit mehreren Projektoren bespielen.
Die Projektionen werden in der Regel an den Rändern und Übergängen übereinander gelagert und mit weicher Kante ausgeblendet. Ein einfacher Verlauf reicht nicht aus, Licht reagiert ungleichmässig also wird mit Hilfe einer Gammakurvenberechnung eine gleichmässigen Ausblendung erzeugt. Diese Berechnung wird durch die Software BLENDY übernommen.
Die Projektionen bilden sich konturenlos als Ganzes ab.
An der Software wird kontinuierlich gearbeitet, alle die BLENDY ausprobieren, können Verbesserungen bei den Entwicklern anregen.
Die Version für weniger erfahrene User ist noch in Arbeit.
Die Betreiber der Regionalen Bahnen Northern Rail haben 2010 eine Lichtkunstinstallation für den Bahnhof „Sunderland“ im Nordosten Englands beauftragt. In den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts überspannte die Station eine massiveiserne Lichtkuppel, die es heute nicht mehr gibt. Die Station bestand vor der Überarbeitung aus zwei Bahnsteigen, einer davon nicht genutzt. Eine trostlose Situation.
© Chris McKenna
Es wurde eine 140 m lange Glaswand in dieser „Harry Potter like Station“ installiert. Der verwaiste Bahnsteig wird verdeckt. Jonathan Hodges Künstler von Jason Bruges Studios hat mehr als 60 Freiwillige in kleinen Sequenzen aufgenommen. Sie tragen Koffer, warten, bewegen sich von links nach rechts, drehen sich weg stehen, sie tun etwas.
„Moving human figures etched in light will appear behind the wall resembling passengers waiting for a train, and will disappear with each passing train.“ Zitat eines Freiwilligen.
Die aufgenommenen Passanten werden auf die Glaswand projiziert. Geisterhafte Erscheinungen bewegen sich und sollen den Eindruck erwecken, als sei das nun verdeckte Gleis belebt. Die Glaswand stellt eine Repräsentation des alten Gleis dar.
©James Medcraft
„It’s also where there was a platform which is now blocked up, so it’s an echo of what was there before – as well as mirroring the platform opposite.It does look back, but I think it’s really about where Sunderland is going,“ so Künstler Jonathon Hodges des Jason Bruges Studios. Die einzelnen Glasteile werden zu einer grossen low-resolution Video Matrix (755×15 pixels). Die Installation wirkt kontemplativ und fügt sich inhaltlich, historisch und gestalterisch in die Ursprungssituation ein. Nicht nur das, sie belebt.
Ich bleibe noch ein bisschen bei Cinder.
In Paris wird die Show „La Gaîté Lyrique“ von Matt Pyke aka Universal Everything benannt Super-Computer-Romantics gezeigt.
Communion from FIELD on Vimeo.
Ein Exponat ist das Werk „Communiion“, eine generative Arbeit von Matt Pyke (Universal Everything) und Field.io – Marcus Wendt und Vera-Maria Glahn. Die Musik wurde von Simon Pyke komponiert und spielt eine wichtige Rolle im Stück.
Erste Entwürfe. Eine creative Zusammenarbeit von Matt Pyke und FIELD.
Original Musik von Simon Pyke, Freefarm. Bilder entstammen der Website Field.io
Die Installation ist ein rechteckiger Raum mit 6 verschiedenen Projektionswänden, die fast ein 360 Grad Umfeld bilden. Es geht um sich entwickelnde Kreaturen: von einfach bis komplex. Es werden Verhaltensweisen generiert. Sie bewegen sich durch verschiedene Formen und Erscheinungen, fühlen sich lebend an, sind Teil einer Gemeinschaft und lassen eine natürliche Entwicklung innerhalb eines Ecosystems nachvollziehen. “a celebration of an audio visual synesthetic experience” – Marcus.
In der Installation. Matt Pyke und FIELD. Bilder entstammen der Website Field.io
‘Super alive’ – 40 Minuten lang, 16 Generatoren von Skeletten, 20 verschiedende Tanzverhalten, 10 unterschiedliche Render Stile, immer währende Entwicklung und Evolution, von Dreiecken oder Punkteansammlungen, die um ihre Existenz mit anderen Formen kämpfen, wobei sie an Überlebensfähigkeit gewinnen.
In der Installation. Matt Pyke und FIELD. Bilder entstammen der Website Field.io
Wenn Menschen im Umfeld sind, beginnt die Entwicklung in Richtung Mensch. Sie nehmen menschliche Züge und Formen an. Mit der musikalischen Veränderung und Ausgestaltung wird das System differenzierter, die Kreaturen gewinnen an Mut, Tapferkeit und Angriffslust.
In der Installation. Matt Pyke und FIELD. Bilder entstammen der Website Field.io
Unter der Creative Applikations werden Entwicklungsstadien mit Screenshots und Soundfiles zu Verfügung gestellt. Die Macher werden befragt, Filme gezeigt. Es lohnenswerter Ausflug.
Durch diesen Blog bin ich auf die Inhalte gestossen: Filip – Architect, Lecturer and New Media Technologist based in London., URL: http://www.fvda.co.uk
Cinder ist eine free, open source C++ library für creative coding. Es ist der grosse Bruder von Processing und eine high end, professionelle C++ Bibliotek. Mit Cinder lassen sich Grafiken, Ton, Video, Netzwerkumgebungen, generative Bilder und Geometries herstellen. Cinder läuft sowohl auf Mac OS X, Windows und es gibt eine stetig wachsende Liste anderer Platformen — die aktuellsten Ergänzungen sind die für iPhone und iPad. Unter der Website von Cinder stehen eine Reihe Projekte zur Anschauung zu Verfügung. Eines stellt die Deutsche Bank Media Wall in In-Situ von der Agentur FIELD dar. FIELD ist eine Londoner Agentur für digitale Kunst und Grafik Design.
Es ist eine dauerhafte Marken Installation aus 8 dynamischen Videos, die in der Hong Konger Lobby der Deutschen Bank gezeigt werden. Atmosphärische Stadtlandschaften lösen Hand gezeichnete Szenen ab, Muster oder andere Landschaften werden auf einer 12 m breiten Wand gezeigt. Die Animationen sind realtime generiert. Die unterliegende Software ist Cinder. Das Projekt wurde von Universal Everything konzipiert und entwickelt.
Ich bin letzte Woche schon auf das Projekt The Obliteration Room von Yayoi Kusama eingegangen: „Wenn weisse Räume auf Kinder treffen.“ Die TATE Modern wird vom 9. Februar bis zum 5. Juni der Künstlerin eine Retrospektive widmen.
Yayoi Kusama’s Infinity Mirrored Room – Filled with the Brilliance of Life. Photograph©Sarah Lee für den Guardian
Yayoi Kusama gibt es schon lange, genauer seit 1929. Schon in den 60iger Jahren als sie in New York lebte und arbeitete hatte sie mit den damaligen bedeutenden Künstlern engen Kontakt. Georgia O’Keeffe, Lucio Fontana, Donald Judd und Joseph Cornell waren ihre damaligen Weggefährten. Ende der 70iger Jahre war sie bekannter als Andy Warhol. Ihre Rückkehr nach Japan entschleunigte ihren Bekanntheitsgrad, trotzdem wurde sie die erste Frau die Japan auf der Biennale 1993 in Venedig vertrat.
entnommen aus Maggi‘ blog: The infinity room
Sie arbeitet unbändig und in vielen Sparten, als Installations Künstlerin, Mode Designerin, Kunst Händlerin, Bildhauerin, Pianistin, Dichterin und Schriftstellerin (mindestens 18 Romane, und ihre Autobiographie).
Infinity Mirrored Rooms im Centre Pompidou Ende 2011. Das Bild wurde vom Blog © 2010 Union Street entnommen.
Auf Bildern sehen die Arbeiten leicht verträglich aus, wenn man aber direkt in der Punkteorgie steht, kann es anstrengend werden. Sie ist eine exzessive, getriebene Künstlerin, die ihrem Wahnsinn durch Arbeit entkommt. Aber es bleibt eine Gradwanderung. Sie ist unauffällig, lebt und arbeitet in ihrem Atelier. Auf der anderen Strassenseite ist die Wohnung, eine psychiatrische Klinik, in die sich sich 1977 selbst einwies.

