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Über Ursula Drees

Ursula im Juli 26

Nach meiner Berufung als Professorin für die Hochschule der Medien 2008 in Stuttgart verlagerten sich meine Interessen und Arbeit auf die Hochschule und in diesem Zusammenhang wurde aus meiner ehemaligen Firma mit dem Namen „plusinsight“ dieser blog.

In meiner künstlerischen Arbeit habe ich eher eine Verschmelzung des Absurden mit der Wirklichkeit gewünscht. Das zumindest zeigt sich in meinen Installationen. Das ist natürlich als obergeordnetes Ziel ganz und Gar nichts Neues. Das machen doch hoffentlich alle Künstler*innen. Die Realität, das Dort Draussen erscheint in vielen Gewändern, gerade in der Werbung wird das überspitzt zelebriert. Zumindest in den Jahren vor Social Media. Die Werbung hat sich heute radikal in eine Art Klamauk und Selbstporno entwickelt. Das hat mit der Werbung vor diesen Formaten nicht viel zu tun. Es war ein ernsthaftes Buisiness. Die Wahrnehmung wurde auf den Prüfstein gelegt. Es war eine Form von Cognitive Science. Ich habe diese Formate für meine künstlerischen Aussagen verwendet. 

Ausserdem kann ich gut Zeichnen und Malen. Das ist ein Handwerk, so wie jedes andere auch. Ich habe es immer gerne getan, habe geprüft, ob und wie genau ich schauen und bemerken kann, wie genau ich etwas übertrage. Eine Zeichnung oder Malerei muss ein Original sein. Nicht durch KI oder Digital Drawing erzeugt, wo mit ein paar Tastenkombinationen alles Falsche entfernt wird. Ich will direkt Zeichnen und Malen. Wenn möglich mit nur einer rudimentären Kompositionsskizze, wenn überhaupt. Es geht um Fähigkeit. Das fordert mich und damit macht es Spass. Natürlich ist es lobenswert, wenn das Handwerk sitzt. Aber die Aussage hebt das Handwerk von der Kunst ab. Deshalb arbeite ich an Serien zur Gesellschaft.

Die Kunst der Installation ist mittlerweile so umfassend geworden, dass ich mich als einzele Person davon verabschiedet habe. Aber ich darf erwähnen, dass ich in der Hochschule der Medien mit den Studierenden jedes Semester eine immersive, interaktive Installation auf gut 100qm, der grösser realisiert habe. Ich habe viel gelernt über Interaktion und Einbindung, über Technologie und die Begeisterung dafür, über die Verschiebung des Fokus der Betrachter*innen weg von der Aussage, hin zur aktiven Teilhabe. Diese Installation sind komplex und umfassen alle jeweils aktuellen Ausformungen der digitalen Medien. Es wird nicht nur dargestellt und abgebildet, vertont und komponiert, es werden Schnittstellen entwickelt, programmiert, Netzwerktechnologien rauf und runter dekliniert und Mediensteuerungen auf hohem Niveau abgeliefert.

Dieses Kapitel darf ich aber jetzt abschliessen. Ich wende mich der Kunst zu. Meinem Handwerk. Malen und Zeichnen. Ab jetzt. Ich freue mich darüber. Die Stille und die Konzentration beim Arbeiten, die Auseinandersetzung mit dem Material, sei es das Papier, der Stift, die Grösse und die Farbe oder die Leinwand, der Pinsel, der Auftrag und die Perfektion in der Komposition. 

CV
AUSBILDUNG
1994Meisterschülerin (damals höchster akademischer Abschluss in der Kunst) an der Universität der Künste, durch VALIE EXPORT und Prof. Joachim Sauter, Berlin
1993Abschluss mit „sehr gut“ als Diplom Designerin im Fachbereich Visuelle Kommunikation, Schwerpunkt Neue Medien an der Universität der Künste bei Prof. VALIE EXPORT, Berlin
1991Erasmusstipendium an der Universidat de las Bellas Artes, Barcelona, Spanien
1983 – 1988Studium der Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Goethe Universität in Frankfurt am Main
1983Abitur, Mariengymnasium, Arnsberg, Westfalen
SPRACHENDeutsch (Muttersprache)
Englisch (US) C1
Französisch B2
Spanisch A1
BERUFSPRAXIS
2026freie Künstlerin
2008 – 2026Professorin für Mediengestaltung, Schwerpunkt EventMedia/Spatial Experience, Hochschule der Medien, Stuttgart
2006 – 2008Gastprofessorin und Dozentin an der Beuth Hochschule, Berlin
2007 – 2010Lehrauftrag an der Appalachian State University, Boone, North Carolina, USA, Masterstudiengang „Educational Technology“
2002 – 2009Medienkünstlerin mit der kreativen MedienKunstagentur plusinsight; neben Kunst auch Kunden: Daimler Chrysler, Galileo Institute, Interlübke, Hertha BSC, C & M Radelfahr Media Consulting, Callas Hospitality Group usw.
Seit Oktober 2001 bis Juli 2006 Lehraufträge an unterschiedlichen Hochschulen
1999 – 2001Jr. Kreativ Direktorin, Filmstudios Babelsberg, artemedia ag/fx-Center
Leitung und Führung (ca. 25 Mitarbeiter) der Kreativbereiche Event Media und Corporate Design. Übernahme der Position der Regisseurin bei Multimediaapplikationen.
Senior Art Direktorin bei der artemedia GmbH
Aufbau und Leitung der sechs Mann/Frau starken Multimedia-2D Abteilung.
1995 – 1999Art Direktorin der Unified Field Inc., New York, NY, USA
Leitung des 4 Mann/Frau starken Multimedia 2D Teams
Realisation eines freien Internetmagazins; New York, NY, USA „Infected Conception in New York“. Verantwortlich für redaktionelle Beiträge, Konzeption, Navigation, Gestaltung und Realisation.
1994 – 1995Medien Designerin bei der Pixelpark Multimedia Produktions GmbH. Verantwortlich für 2D – Interface Designs für POS, Applets auf Laptops oder Power Books und Kiosks.
1990 – 1994Freelance Designerin in Berlin und freischaffende Künstlerin
FORTBILDUNGEN
Hochschulddidaktische Weiterbildung des Berliner Zentrum für Hochschule– Der interaktive Lehrvortrag – lebendige Vorträge und Großveranstaltungen
– Wissenschaftliches Schreiben und Schreibdenken in der Lehre
– Erfolgreich international präsentieren – Vorträge und Selbstdarstellung in englischer Sprache
– Forschendes Lernen in der Lehre
– Gutes Powerpoint – Schlechtes Powerpoint
– Lust oder Frust? Motivation in der Lehre
– Umgang mit Evaluationsergebnissen
– Schriftliche Prüfungsaufgaben formulieren und bewerten
– Optimierung von Lehrveranstaltungen durch gute Planung
– Sprechen und Dozieren – stimmlich leistungsfähig und wirkungsvoll
– Steuerung von gruppendynamischen Prozessen in der Lehre
– Professionell Lehren für neu berufene ProfessorenInnen I und II
University of Maryland; USAEnglish for Teaching, Seminar 2 weeks
Konrad-Adenauer Stiftung e.V.Rhetorik oder: Die Kunst gut zu reden. Überzeugend argumentieren – wirkungsvoll vortragen
REFERENZPROJEKTEKunst und Kommerz
2007 KunstFlagshipstore in www.secondlife.com „Vitruvé – your companion in difficult situtations“
Secondlife : jeder User hat die Möglichkeit die Welt zu formen, man kann Grundstücke kaufen und sie bebauen um dort Shops, Galerien, Hochschulen, Universitäten, Shops, Eisdielen, Skiresorts usw. aufzubauen. Mehr Wirklichkeit von vitruvé als flagshipstore.
2005KunstVirtuelle Natur
3 Installationskonzepte rund um Virtuelle Natur (Environmentals).
2004 KunstNURSULA ist ein Prototyp für einen Nursebot, (3 D Movie)
NURSULA lebt mit alten Menschen im Heim oder zu Hause.
2003 Kunst„Vitruvé – your companion in difficult situtations“
Die Kunstaktion verkauft ein Produkt, was es nicht gibt – das Gerücht von einem Produkt. Das Produkt heißt „virtuvé“.„vitruvé“ ist der Zugang zur mentalen Welt. „vitruvé“ ist ein „self confidence enhancing digital external device“.
2001 KommerzYello Strom: CityCube Essen
Eine modulare Glass/Stahlkonstruktion mit zwei Geschossen. Die Innenwände sind Rück- oder Aufprofähig. Im Innenraum befindet sich ein 360 Grad Kino. Es wird mit Filmen, 3 D Multiuser Games bespielt, eine Kreuzschaltung macht eine kurzfristige Nutzung als TV Sendezentrale möglich.
2000 KommerzEXPO 2000: Nationenpavillon für das Fürstentum Monaco
3 stöckige Glas-, Stahlkonstruktion, von innen und außen Rückpro- und Aufprofähig, im 1. Stock 360º Kino und Multiplayer Game Areal (max. 120 Spieler gleichzeitig). Inhalte, Ausgestaltung im Außenbereich und auf allen 3 Stockwerken.
1999 KommerzCeBIT Messestand für Microsoft, Germany
Stand auf 300 qm mit 3 unterschiedlichen Kinos, Verkaufs- und Vertragsräumen im frei schwebenden Doppelgeschoss. Imagefilm und interaktive Innenraumgestaltung im Kino 3
1998 KommerzNew York Stock Exchange Website – Tourismus Informations- Website des NYSE
New York Aviation System
Interaktives Kontrollsystem der Fluglotsen Kontrolltürme für An- und Abflug des New Yorker Luftraums der Flughäfen LaGuardia, John F. Kennedy und Newark.
1997 KommerzJames A. Micherner Artmuseum
Komplexes Interaktives System zur Katalogisierung des musealen Bestands und digitales Museum als POI als zweites Projekt.
1997 KommerzNewseum (The Freedom Forum) – interaktive Website in Washington DC.
1997 KunstLucky Hans, Josh Welber und Ursula Drees, interaktives Internetspiel auf Basis von Space Invader zu Lucky Hans, einem Wehrmachtssoldaten. Gefördert von National Public Radio (NPR)
1996 KommerzMasterCard International
Präsentationssoftware für das Verkaufspersonal in allen 5 Kontinenten, mit Redaktionsbereich.
1995 – 1998 KunstRealisation eines freien Internetmagazins; New York, NY, USA „Infected Conception in New York“. Verantwortlich für redaktionelle Beiträge, Konzeption, Navigation, Gestaltung und Realisation – erster Blog.
1994 KunstFishing for The Heavenly Body
Ein Kunstprojekt zur Kartographie der virtuellen Kommunikation im Internet.
1993 KunstChoose Your Own Reality, Performance/Happening
Interaktive Rauminstallation – Spiel als Vorläufer von online Partnervermittlungen
1993 KunstCity, interaktive Vidoeinstallation mit Performance. Schachspiel auf einem vernetzten Brett löst Videos und Soundscapes zum Thema Stadt aus.
1992 Kunstv.alery Videoinstallation
von masal: Moshe Moorgrabi und Ursula Drees. Kombination materieller Gegenstände und Videobilder. Thematisiert das Verhältnis zwischen materieller und narrativer Realität der medienorientierten Welten.
1991 Kunstone day, U Bahnperformance
von masal: Moshe Moorgrabi und Ursula Drees zusammen mit anderen KünsterInnen U-Bahn Performance auf der Linie 7
1990 KunstJoyce thinks in Pictures, begehbare Installation zu John Cage’s Oper „Roratorium“ in und von der Akademie der Künste der DDR und der Gesellschaft für Neue Musik der DDR, anlässlich von 3 Tagen John Cage „John Cage is on“ in der Akademie der Künste der DDR vom 30. Juli – 1. August 1990
1989 Kunst3 Siebdruck-Bücher zu Gedichten von Ernst Jandl, limitierte Auflage von 10 Stück.
MITGLIEDSCHAFTEN UND JURY’s
2021Vertretung der HdM beim ADC Sektion Stuttgart, Creative Club by ADC (Art Directors Club)
2020Mitglied im IANA (Institut für angewandte Narrationsforschung)
2019Mitglied des Visual Media Labs
2019Stuttgarter Filmwinter, Jury
2018 – 2024Traumberuf Professorin: Verbundprojekt „HAW-Mentoring – Traumberuf Professorin“ . 4 Jahre werden talentierte Wissenschaftlerinnen mit rund 300.000 Euro des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (MWK) gefördert.
2018 – ongoingMentorin für junge Wissenschaftlerinnen über HAW/DHBW der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (LaKof BW)
2017- 2025CommArtsClub Bayer, Jury
2016 – 2024Programmbeirat der RAUMWELTEN – Plattform für Szenografie, Architektur, Medien