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Schlemmer x Beats

Wir haben direkt nach dem Ereignis von Schlemmer x Beats, (und auch hier) einem interaktiven Kunstclub in der Staatsgalerie Stuttgart im Februar 2020 berichtet. Es hat gebraucht, um einen Videozusammenschnitt zu finden. Aber jetzt ist es soweit. Das Erlebnis und die Entstehung sind im Video festgehalten.

Die Staatsgalerie Stuttgart organisiert regelmässig Week-end Warm ups. Es handelt sich um jeweils einen Abend in den Galerieräumen, wo ein bestimmter Künstler, Ära, Kunstrichtung als Club in Szene gesetzt wird. Die Staatsgalerie Stuttgart öffnet dann nicht nur in den Abendstunden einen oder mehrere, als Club umfunktionierte Räume, sondern auch die Galerie. Es werden begleitende Events, Führungen und vieles mehr angeboten.

„Das För­der­pro­gramm „Digitale Wege ins Mu­se­um II“ des Mi­nis­ter­i­ums für Wis­sen­schaft, For­schung und Kunst Ba­den-Würt­tem­berg ­er­forscht di­gi­ta­le Stra­te­gi­en und An­wen­dun­gen zur Er­wei­te­rung musealer Erfahrungen. Der Fo­kus liegt da­bei auf einer be­deu­tungs­vol­len Museumserfahrung, welche durch gameifizierte, mo­bi­le oder lokationbasierte An­wen­dun­gen von Mixed Reality (Virtual Reality, Augmented Reality) bis hin zur festen Medieninstallation ver­mit­telt wird.“ schreibt Frau Dr. Chris Gerbing in einem weiteren Beitrag.

In diesem Zusammenhang hat die Hochschule der Medien in Stuttgart Schlemmer x Beats ins Leben gerufen. Im Nachgang zu den 100-Jahr-Feiern des Bauhauses 2019 und als Vorschau zum 100 jährigen Jubiläum der Erstaufführung des Triadischen Balletts von Oskar Schlemmer im Jahr 1921 haben 12 Studierende der Studioproduktion EventMedia an der Hochschule der Medien einen immersiven Technokunstclub ins Leben gerufen.

Beteiligt waren über ein Semester lang drei Fakultäten mit vier Studiengängen: Fakultät Electronic Media mit den Studiengängen Audiovisuelle Medien und Medienwirtschaft, Fakultät Computer Science and Media und die Fakultät Information und Kommunikation mit dem Studiengang Informationsdesign. Und jetzt endlich die Dokumentation.

Beitrag von Ursula Drees

Eventdesign Jahrbuch 2020/2021

Das Eventdesign Jahrbuch 2020/2021 ist im av-editions Verlag erschienen. Ein schönes Ereignis, gerade in COVID-19 Zeiten, wo Erlebnisräume und -konzepte nicht stattfinden dürfen. Die Gesellschaft leidet unter dem Rückgang der kulturgetriebenen Projekte, von den Creative Industries gar nicht zu sprechen. Deshalb ist dieses Buch eine willkommene Bereicherung. Im Bereich der Hochschulprojekte ist die Hochschule der Medien mit dem Projekt „Synesthesia“, der Studioproduktion EventMedia des Studiengangs AudioVisuelle Medien vertreten. Wir gratulieren.

@av edition Beitrag über den Beitrag „Synesthesia“ der Hochschule der Medien
@av edition Beitrag über den Beitrag „Synesthesia“ der Hochschule der Medien
ISBN978-3-89986-331-4
SpracheDeutsch / Englisch
Erscheinungsjahr2020
Seiten256
EinbandSoftcover mit Klappen
Abbildungen400 Fotos und Pläne
Format23 x 31 cm / 9 x 12.2 in
EAN9783899863314

Beitrag Ursula Drees

ADC Nachwuchswettbewerb

Gratulation!

Hier werden die zukünftigen Talente gekürt. Die Studioproduktion EventMedia des Studiengangs Audiovisuelle Medien aus der Fakultät Electronic Media hat in der Kategorie „Räumliche Inszenierungen“ einen BRONZE Nagel gewonnen. Wir gratulieren aus vollen Herzen.

In der Studioproduktion Event Media an der Hochschule der Medien in Stuttgart wurde das Thema Zwangsstörungen und daraus resultierende Folgekrankheiten behandelt. Es sind unsichtbare Behinderungen, ohne Gips, Krücken, Pflaster, Nähte, Operationen und an der Oberfläche sichtbaren Indizien. Da wird nicht gehustet, es gibt keine Ausschläge oder laufende Nasen. Leidende unterscheiden sich äußerlich nicht von den Gesunden. Dennoch: Leidende mit unsichtbaren Krankheiten werden durch Gedanken, Handlungen und Zwängen abgelenkt und irritiert. Stressmomente arten zu chronischen Krankheiten wie z.B. Migräne, Gürtelrose, Schüttelfrost usw. aus.

Die Studioproduktion Event Media beschränkt sich auf zwei Präzedenzen. Zwangshandlung und Migräne. Zwangshandlungen wie das Abzählen von Autos am Morgen, Hände waschen, Kleidung im Schrank in DinA4 auszulegen, Elemente im rechten Winkel ordnen, Reihenfolgen einhalten ohne Grund, Abläufe schematisieren. Das allein mag nicht hinderlich im Alltag sein, aber wenn der Zwang Ängste, Unsicherheiten und Verwirrung auslöst, dann gewinnt er die Oberhand, drängt Normalität zurück. Dinge werden immer wieder auf ihre Richtigkeit kontrolliert, nachrücken, nach justieren, es lässt den Leidenden nicht los, verhindert ein Fortschreiten. Das Selbstverständliche wird zum Ausnahmezustand. Es führt zu Druck, Stress, Empfinden des Gejagtseins und zu Folgeerkrankungen wie z.B. Migräne.

Migräne will niemand erleben. Der Kopf scheint zu platzen. Die Augen werden durch helle weiße Blitze vom Sehen abgehalten, die Balance funktioniert nicht, plötzlich steht ein Türrahmen im Weg und es reicht nicht um auszuweichen, Tassen fallen aus der Hand, manchmal kommt es zu kurzen Erblindungserscheinungen. Das Hörvermögen wird über beansprucht, alles dröhnt in zehnfacher Lautstärke. Die Ohren, die Augen, selbst das Kauen oder gar Atmen bedeutet erhebliche Schmerzen. Keine Bewegung, keine Impulse, nichts funktioniert, Stillstand, ein kleiner Tod. Es helfen Triptane, Tabletten, oder / und eine isolierte dunkle Zelle weit ab vom Leben.

Wie kann eine solche Krankheit in einem Erlebnisraum vermittelt werden? Wie kann der unbedarfte Zuschauer sich einer solchen Situation nähern?

In der Produktion „insights – Monster im Kopf“ wird ein Versuch unternommen, die sakrale Einheit des Menschen beim Auseinanderbrechen, nachvollziehbar zu machen. 

Beitrag von Prof. Ursula Drees und Dr. Margarete von Trifft.

Drees, Ursula: Mediale Vermittlung: Die Semiotik von technischen Medien und Botschaften; in “Szenografie -Das Kompendium zur vernetzten Gestaltungsdisziplin”, Hsg.: Kiedaisch,Petra; Marinescu, Sabine; Poesch, Janina; AV Edition, Stuttgart, 2020, ISBN 978-3-89986-285-0

Photographie des Covers ©Ursula Drees

Es ist da! Das Szenografie Kompendium. Es ist ein Lehrbuch, eine Zusammenfassung des aktuellen Stands im Bereich der Szenografie. Kompendien ist umfassend, wenn auch kurz gefasst. Das macht den Reiz aus. Und sehr viel Arbeit. Denn in der Kürze liegt die Würze. Viel und ausladend schreiben können wir alle, aber auf die wesentlichen Merkmale reduziert sein, kompakt und aussagestark zuschreiben, ist schwer. Das Bild für das Cover stammt aus der Studioproduktion EventMedia der Hochschule der Medien in Stuttgart. Es ist Teil des preisgekrönten Projekts namens „Schatten“.

Indexausschnitt aus “Szenografie -Das Kompendium zur vernetzten Gestaltungsdisziplin”, Hsg.: Kiedaisch, Petra; Marinescu, Sabine; Poesch, Janina; AV Edition, Stuttgart, 2020©av edition

Mein Beitrag beschäftigt sich mit der Semiotik der technischen Medien und Botschaften in eventmedialen Erlebnisräumen. Ich beziehe mich auf Best Case Studies und leite Möglichkeiten der implizierten Bedeutungstiefe von technischen Medien und deren Botschaften ab. Daraus resultiert ein komprimiertes, künstlerisches Storytelling im architektonischen Erlebnisraum.

Autorenauszug aus “Szenografie -Das Kompendium zur vernetzten Gestaltungsdisziplin”, Hsg.: Kiedaisch, Petra; Marinescu, Sabine; Poesch, Janina; AV Edition, Stuttgart, 2020©av edition

Es folgt die Ankündigung des Werkes auf der Website des Verlags.

„Szenografie hat sich als Disziplin längst etabliert und ausdifferenziert – sei es als berufliches Aufgabenfeld, Studienfach oder Gestaltungshaltung. Sobald Geschichten individuell in den Raum übersetzt und zum Sprechen gebracht werden, sind diverse Experten beteiligt, die eine Inszenierung zu dem machen, was sie im Idealfall sein soll: ein narratives Besuchererlebnis mit hohem Emotions-, Vermittlungs- und Erinnerungswert.

Im Szenografie-Kompendium werden diese unterschiedlichen Disziplinen und Werkzeuge nun einzeln dargestellt und anhand spannender Projekte miteinander vereint. Eine Einführung in Begriff und Historie der Szenografie, ein übersichtlicher Serviceteil sowie kurzweilige persönliche Statements von Koryphäen ergänzen die Fachbeiträge. Damit stellt die Publikation ein umfassendes Handbuch dar, das sowohl Berufseinsteigern als auch Kennern der Branche eine wertvolle Hilfe bei szenografischer Arbeit bietet und Überblick zu den diversen Strömungen, Meinungen und Bausteinen gibt.

Mit Textbeiträgen von: Christopher Bauder, WHITEvoid; Aurelia Bertron, Bertron Schwarz Frey; Markus Block, kubix; Claudius Brodmann, xailabs; Ramon De Marco, idee und klang; Prof. Jens Döring, 2av; Prof. Ursula Drees, Hochschule der Medien; Constanze Frowein, Text & PR; Prof. Christine Kappei, Hochschule für Technik Stuttgart; Elke Kies, MAGIC BOX Duftregie; Dr. Stefan Kleßmann, Management | Beratung | Coaching; Claudia Luxbacher, ATELIER BRÜCKNER; Guido Mamczur, D’art Design Gruppe; Gina Moser, Gina Moser Ausstellungsdesign; Dr. Angelika Nollert, Die Neue Sammlung; Cordelia Oppliger, Kuration; Michael Ostertag, SCHMIDHUBER; Dr. Astrid Pellengahr, Landesmuseum Württemberg; Dr. Luise Reitstätter, Universität Wien; Prof. Joachim Sauter, ART + COM; Benjamin Scherkus und Jörg Scherrmann, id3d-berlin; Tabea Schmid, Folkwang Universität der Künste | HfG Schwäbisch Gmünd; Jörg Sellerbeck, Raumkulinarik. Labor für angewandte Alltagsliebe.; Valentin Spiess, iart; Daniel Stauch, Daniel Stauch Photography; Frank Steinert, Franke | Steinert; Silvia Talmon, The Store Designers®; Charlotte Tamschick, TAMSCHICK MEDIA+SPACE; Dr. Pablo von Frankenberg, Curating Consulting; Gesa von Grote, IGLHAUT + von GROTE und Carla Wilkins, Lichtvision Design. Dazu Statements u. a. von Uwe R. Brückner, ATELIER BRÜCKNER; Barbara Holzer, Holzer Kobler Architekturen; Thomas Hundt, jangled nerves; Johannes Milla, Milla & Partner; Hans Dieter Schaal sowie Stefan Weil, Atelier Markgraph.

Petra Kiedaisch ist promovierte Germanistin und zusammen mit Bettina Klett Verlegerin der av edition. Sabine Marinescu und Janina Poesch sind die Gründerinnen von PLOT – dem Netzwerk im Bereich der Inszenierungen im Raum. Als studierte Architektinnen und ausgebildete Journalistinnen widmen sie sich hauptsächlich dem geschriebenen Wort und erzählen die Geschichten hinter den (Raum-)Geschichten. Seit 2008 erobern sie von Stuttgart aus mit eigenen Magazinen, Online-Plattform, Events und weiteren Publikationen die Welt der Szenografie.

Das erste umfassende, unabhängige Kompendium mit über 50 Beiträgen von Profis ihrer Disziplin: Dramaturgie, Exponat, Möbel, Grafik, Licht, Ton, Medien, Interaktion und viele andere.

ISBN978-3-89986-285-0
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr2020
Seiten324
EinbandHardcover mit Prägung und Lesebändchen
Abbildungen550
Format23 x 31 cm
EAN9783899862850
LieferzeitLieferbar innerhalb 3-5 Werktagen

Beitrag von der ziemlich stolzen Ursula Drees. 🙂

Selbstportrait COVID-19

Wir machen ein Selbstportrait. Zu COVID-19. Einfach so.

gefährliche haut, überträgt©ursula drees