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Musée Atelier Audemars Piguet

Musée Atelier Audemars Piguet: Die Komplikationen
Foto: Giovanni Emilio Galanello

Im Musée Atelier Audemars Piguet wird Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Schweizer Uhrenmanufaktur präsentiert. Am Rande des kleinen Ortes Le Brassus, abgeschieden in einem Hochtal des Schweizer Jura, dem Gründungsort ist das Museum im Boden als Spirale eingelassen. Ein toller Bau, der das historische Gebäude erweitert. Im Uhrzeigersinn präsentieren sich die Exponate, eher mechanisch als interaktiv, analog und wertig als Kunstobjekte. Die Uhr selbst ich ein mechanisches Wunderwerk, ein Kunstobjekt, so reichen sich Objekt und Ausstellung die Hand.

Musée Atelier Audemars Piguet: Die Komplikationen – Chronograph Foto: Giovanni Emilio Galanello

Durch Bodenfenster scheint das Licht auf die lichten und glänzenden Skulpturen. Alles atmet Ruhe und Zeit. Glanzvoll in Messing, abgesetzt mit schwarzen Körpern finden die Uhren und ihre Herstellung ihre Bühne. Im Herz der Spirale findet sich dann auch die komplizierteste Uhr, ein Unikat, der universelle Wahnsinn von Luxusuhr.

Musée Atelier Audemars Piguet: Royal Oak
Foto: Giovanni Emilio Galanello

Einige Stationen erinnern an Odyssee 2001 im Weltraum. Schwarze Quader, Raum hoch, die in der Mitte geteilt, langsam auseinander fahren und das Innenleben, natürlich Uhren, frei geben. Andere sehen aus wie Rohdiamanten. Unregelmässige, kantige Körper wie aus dem Berg geschlagene schwarze Steine. Ob sie wie ein Puzzele zusammen setzbar sind? Das ist natürlich nur ein Gedankenspiel, die Vorstellung aber belebt das Gefühl. Wäre es nicht schön, sich ausmalen zu können, dass diese Körper letztendlich einen Grossen ergeben?

Musée Atelier Audemars Piguet: Die ersten Uhrmacher
Foto: Giovanni Emilio Galanello

Die Formsprache, Farben, Aufbauen, Distanzen, Licht werden in den Dienst der Inhalte gestellt. Konsequent und klar. Es ist eine von der Zeit losgelöste Museumsgestaltung. Bei diesem Uhrenhersteller erwarten wir stilvolle Zeitlosigkeit. Diese Gestaltung hat in 20 Jahren genau soviel Beistand wie heute.

Wer hat’s gemacht? Atelier Brückner. Ganz schön toll!

Musée Atelier Audemars Piguet: Isometrie
Plan: Atelier Brückner

Diese Gestaltung wurde nicht nur hier besprochen:

www.e-architect.co.uk, www.archdaily.com, www.montres-de-luxe.com, www.hodinkee.com, www.designlines.de, www.stylepark.com, www.dezeen.com, www.designboom.com, www.baunetz.de, www.archello.com, …

Link zu Projekt

https://www.atelier-brueckner.com/de/projekte/musee-atelier-audemars-piguet

Schlemmer x Beats Shortlist bei der Communication Arts Competition in USA

Schlemmer x Beats in der Staatsgalerie Stuttgart. ein interaktiver Technoclub@Studioproduktion Eventmedia
Schlemmer x Beats in der Staatsgalerie Stuttgart. ein interaktiver Technoclub@Studioproduktion Eventmedia

Es handelt sich um einen interaktiven Club in der Staatsgalerie Stuttgart am 14. Februar 2020. Gerade noch rechtzeitig vor dem COVID-19 Lockdown konnte der Club geöffnet werden. Es werden die Schlemmerschen Triadischen Tänzer erneut belebt. Drei Säulen, die in Kopf, Torso, Beine aufgeteilt sind, ermöglichen eine Auswahl mit den Figurenvorlagen von Oskar Schlemmer. Aber sie ermöglichen auch neue Kombinationen. Jede Besucher*in erstellt einen Triadischen Tänzer nach ihrem Geschmack und tanzt dann im Clubraum gemeinsam: Virtuelles und Reales vermischt sich.

Schlemmer x Beats in der Staatsgalerie Stuttgart. ein interaktiver Technoclub@Studioproduktion Eventmedia

Die Zeitschrift Communication Arts ist die führende Fachzeitschrift für visuelle Kommunikation und eine der größten Kreativ-Zeitschriften weltweit. Diese einzigartige Kombination aus angesehenen jurierten Jahrbüchern in Design, Werbung, Illustration, Fotografie, interaktiven Medien und Typografie, ausführlichen Profilen von Designern, Fotografen, Illustratoren, Design- und Werbeagenturen und zahlreichen informativen Kolumnen, die mit höchstem Qualitätsstandard gedruckt werden, macht das Magazin zur ersten Publikation, die alle Aspekte der visuellen Kommunikation abdeckt.

Schlemmer x Beats in der Staatsgalerie Stuttgart. ein interaktiver Technoclub@Studioproduktion Eventmedia

Einmal im Jahr wird ein Wettbewerb veranstaltet. Die Studioproduktion EventMedia, der Studiengangs Audio visuelle Medien der Hochschule der Medien in Stuttgart hat mit der Produktion „Schlemmer x Beats“ in der Kategorie „Interactive“ den Sprung auf die Shortlist geschafft. Das ist bemerkenswert, denn im Normalfall finden sich dort weniger die raumbasierten interaktiven Medien oder Erlebnisräume. Wenn dann doch das räumliche Erleben in Kombination mit Interaktivität prämiert wird, zeichnet es die Arbeit doppelt aus. Einmal die Qualität an und für sich und dann, dass eine Einreichung aus einem eher entfernteren Genre, nämlich der raumbezogenen Interaktion in Verbindung mit Erleben ausgezeichnet wird.

Communication Arts wurde 1959 von Richard Coyne und Robert Blanchard gegründet und ist die wichtigste Inspirationsquelle für Grafikdesigner, Art Direktoren, Designbüros, Corporate-Design-Abteilungen, Werbeagenturen, interaktive Designer, Illustratoren und Fotografen – für alle, die mit visueller Kommunikation zu tun haben. Menschen, die mit visueller Kommunikation zu tun haben, wenden sich mehr als jede andere kreative Publikation an Communication Arts, um Ideen und Inspiration zu erhalten. Die Leitartikel, Feature-Artikel und jährlichen Wettbewerbe von CA bieten neue Ideen und Informationen und fördern gleichzeitig die höchsten professionellen Standards in diesem Bereich.

Beitrag von Ursula Drees

Somnium – Modular Dreams auf den Raumwelten!

Bei Raumwelten Digital am Mittwoch der 18. November, zwischen 14:00 und 17:00 Uhr präsentieren junge Unternehmen, Initiativen und Hochschulen aus Deutschland neue Ansätze und Geschäftsmodelle im Kontext von Architektur und Szenografie, digitalen und immersiven Medien, sowie analog-digitalen Anwendungen. Der Live-Stream wird aus dem Studio im Kunstzentrum Karlskaserne gesendet.

mit:
Georg Fuhrmann (Lightshape, Stuttgart)
Willy Löbl & Maximilian Pfisterer (Frischvergiftung, Stuttgart)
Laura P. Spinadel (Urban Menus, Wien)
Lukas Münter, Moritz Stuhlfauth, Sophie Kergaßner „Somnium – Modular Dreams“ (Hochschule der Medien Stuttgart, Event Media)
Christian Schlaeffer (Staatstheater Augsburg)
Steffen Armbruster (usomo, Berlin)

Worum geht es bei Somnium – Modular Dreams?

Lukas Münter; Moritz Stuhlfauth und Sophie Kergaßner sind die Referent*innen. Sie sprechen für das Team von „Somnium – Modular Dreams„, namentlich: Benjamin Hanke; Falko Gross, Jan Hansen, Jessica Schlaht, Kim Kaspers, Mareike Franzen, Nicole Grzesiek, Nina Hornung, Robert Samuel, Valentina Knoll, Tanja Ernst.

We are dreaming. Dreams are a way to our subconscious, they are unsteady.
Somnium – Modular Dreams presents an interactive object created by students at Stuttgart Media University that displays our dreams visually, audibly, with atmosphere and with light.

©Studioproduktion EventMedia Somnium Modular Dreams, Hochschule der Medien, Stuttgart

„We will start our presentation with a virtual tour. Lukas Münter, our director, will perform the interaction for you and guide you through the process. Afterwards he will give you insights into the conceptual design of our project. What is the fundamental idea behind it? Why did we choose to present Somnium in the form of a construction kit? How is the story told?
After this Moritz Stuhlfauth, head of media engineering and programming, will overview the technical aspects of our installation. What parts does the system consist of? How is the atmospheric light generated? What is behind or rather inside the modules?

©Studioproduktion EventMedia Somnium Modular Dreams, Hochschule der Medien, Stuttgart

Finally, Sophie Kergaßner, head of animation and part of the media engineering and programming department, will talk about the creation of the dreamworlds. How do the videos and animated contents play together? How does the sound support the stories?

©Studioproduktion EventMedia Somnium Modular Dreams, Hochschule der Medien, Stuttgart

These topics will, amongst other things, mainly be the topic of our presentation. With the virtual tour at the beginning we hope to give you a sense of what the experience would be like if you could visit our installation physically, even though it will not be quite the same.
We are looking forward to seeing you!
The presentation will be held in English.

©Studioproduktion EventMedia Somnium Modular Dreams, Hochschule der Medien, Stuttgart

Beitrag von Lukas Münter und Ursula Drees

Die Raumwelten: online

Plattform für Szenografie, Architektur und Medien vom 18.-20. 11. 2020 

Leider hat es mit dem hybriden nicht geklappt. Die Raumwelten lassen sich aber nicht minder gut im online Environment erleben. Live Stream, digitale Workshops und mehr.

Ich nehme mir die Freiheit heraus und empfehle einige Speaker, nämlich diejenigen, die ich unbedingt sehen und hören werde. Es gibt natürlich noch viele Andere. Hier bitte nachlesen. Das sind illustre Speaker!

Daan Roosegaarde (1979) erforscht mit seinen Konzepten die Beziehung zwischen Mensch, Technologie und Raum. Sehr bekannt sind „Waterlicht“ (eine virtuelle Flut), „Smog Free Project“ (der größte Außenluftreiniger der Welt, der Smog in Schmuck verwandelt) und „Space Waste Lab“ (einer Mission zum Upcycling von im Weltall schwebendem Schrott). www.studioroosegaarde.net

Nathalie van Sasse van Ysselt ist eine Filmemacherin, Experience Designerin und Creative Director. Sie gestaltet immersive und kollektive Erlebnisse, Shows und Events. Aktuell arbeitet sie als Immersive Creative Director für Madison Square Garden für das geplante Sphere Projekt in Las Vegas und sie ist Mentorin für NewInc in New York City, ein innovation Incubator für neue Talente, gesponsert vom New Museum. https://nvsvy.co

Mitchell Joachim ist Mitgründer von Terreform ONE sowie außerordentlicher Professor an der New York City University. Zuvor arbeitete er als Architekt bei Frank Gehry und I.M. Pei. Neben einem Fulbright-Stipendium hat er Stipendien von TED, Moshe Safdie und der MIT Martin Society for Sustainability erhalten. Die Zeitschrift Wired hat ihn auf ihre „Smart List” gesetzt und der Rolling Stone zählt ihn zu den „100 People Who Are Changing America”.

Hubert Lepka ist seit 1992 Leiter des Künstlernetzwerks Lawine Torrèn. Er ist Choreograph und Regisseur, studierte Gesang und zeitgenössischen Tanz am Mozarteum und promovierte in Rechtswissenschaft an der Universität Salzburg. Seit den frühen 90er Jahren beschäftigt sich Lawine Torrèn mit Aufführungen im großen (Natur) Raum. Die Arbeiten sind archivarisch auf deren Webseite www.lawinetorren.com umfangreich in Bild und Film dokumentiert. www.lawinetorren.com

Michael Fiedlers Schwerpunkt liegt auf experimentell-elektronischer Musik und Klangforschung. Das reicht von Soundtrack-Kompositionen für Film (“Die Tochter”, ZDF, Annagemina) über Auftragsarbeiten für freie Theater, Livekonzerte und Kooperationen mit diversen Künstlern und Kollegen der unterschiedlichsten Genres. Darunter Friedemann Vogel, erster Solist des Stuttgarter Balletts, Performancekünstler und Bluesmusiker Thomas Putze, und der Videokünstler Timo Dufner.
Dara Smith ist einer der beiden Köpfe des irischen Elektroduos Lakker, das mit ihren minimalistischen Sounds und pulsierenden Klangcollagen akustische Räume produzieren.

Jeppe Hein ist weithin bekannt für seine Produktion von erfahrbaren und interaktiven Kunstwerken, die an der Nahtstelle positioniert werden können, wo Kunst, Architektur und technische Erfindungen sich überschneiden. Feste Installationen stehen u.a. auf dem La Guardia Airport, USA (2020); Fondation Carmignac, Porquerolles Island (2018); Kistefos-Museet, Norway (2016); Rijksmuseum, Amsterdam (2013); City of Perth (2012); KUNSTEN Museum for Modern Art Aalborg (2011) und Bristol University (2009). https://www.jeppehein.net/

Die Raumwelten werden von Jahr zu Jahr besser. Dafür dass diese Konferenz noch gar nicht so alt ist…. eine Prachtleistung.

Beitrag von Ursula Drees

Raumwelten 2020

Mit der zweiten Welle von COVID-19 werden Konferenzen wieder in die Virtualität überführt. Einerseits sind wir froh, dass wir wenigstens so, Beträge, Vorträge, Diskussionen und Exponate sehen können, andrerseits ist es schade, dass die Atmosphäre nicht vor Ort aufgesogen werden kann.

Please Install New Spatial System Now!

Wie funktioniert Kommunikation im Raum in einer (post-) pandemischen Zeit? Welche Chancen ergeben sich und welche positiven Veränderungen bringt die Corona-Krise mit sich? Raumwelten zeigt originelle, offene und positive Wege, mit den neuen Limitierungen im Raum umzugehen. Zeit für einen Neustart! Unvermeidlich. Szenograf*innen, Architekt*innen, Philosoph*innen, Medienschaffende, Digital Artists, Wirtschaftsvertreter*innen und Politiker*innen diskutieren bei Raumwelten vor Ort und gleichzeitig im digitalen Raum über die Frage, wie Szenografie, Architektur, Stadtplanung und digitale Medien kreativ mit dem dystopischen Jahr 2020 umgehen, ob sich die These „dass nichts so sein wird wie vorher“ wirklich bewahrheitet. (Zitat von https://www.raum-welten.com/programm/motto/)

Die Raumwelten werden von Jahr zu Jahr aufregender. Das Programm verspricht viele erweiternde Lectures und Präsentationen. WEr es schafft onsite zu sein, trifft sich im Kunstzentrum Karlskaserne, Reithalle.

Fünf Panels werden gestaged.

Panel Medien/VR: „Think New Spatial System Now!“

Donnerstag, 19. November, 10:30 Uhr

Panel Medien/VR: „Think New Spatial System Now!“

Donnerstag, 19. November, 10:30 Uhr

Panel Natur-Raum-Land:

Install New Nature Now: New Staging of Nature

Donnerstag, 19. November, 16:00 Uhr

Panel Formate: Uploading New Formats

Freitag, 20. November, 10:30 Uhr

Panel Architektur:

Install New Utopia – Über die Notwendigkeit von Utopien in der Architektur

Freitag, 20. November, 14:00 Uhr

Die Speaker sind wohl bekannt in der Szene. Deshalb werden Raumwelten empfohlen.

Beitrag von Prof. Ursula Drees