plusinsight

Category Archives: Animation

Atelier des Lumières, Paris

Van Gogh, Starry Night / Dreamed Japan, Images of the Floating World 

singing des Atelier des Lumières

Im Atelier des Lumières in Paris wird Malerei des letzten Jahrhunderts bewegt und überlebensgroß an Decken, Wänden und Böden zu einer Farb- und Musikwelt projiziert. So werden z.B. japanische Zeichnungen aus ihrem Stillstand enthoben, bestimmte Bildelemente lösen sich aus der Starre und nehmen eine Richtungsfluss an. Wellen sinken und fallen, Fische tauchen auf, Fächer falten sich zusammen. Die Bewegungslosigkeit der Malerei wird aufgehoben. 

Video © Ulf Caspar, Handykamera

Hier wird den Anfängen des Kinos insbesondere wie es zu vermuten ist, den Lumière Brüdern ein Denkmal gesetzt. Sie entwickelten eine Kamera für bewegte Bilder und haben Ende des 19 Jahrhunderts erste Kinematografische Vorstellungen inszeniert. „Arbeiter verlassen eine Fabrik“ oder  „Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat“, „Der begossene Gärtner“ sind den Geschichtsinteressierten der frühen Kinematografie ein Begriff. Der von ihnen entwickelte  Cinématographe wurde am 22. März 1895 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie sind Mitbegründer des Films.

Video © Ulf Caspar, Handykamera

Diese frühen bewegten Bilder haben historisch narrativen Wert. Zum ersten Mal wird die Gegenwart nicht nur als fotografisches Standbild dokumentiert, sondern als Film. 

Diesem Moment zollt das Atelier des Lumières Respekt. Van Gogh zum Beispiel oder japanische Zeichnung wird mit einem Mal für den Zuschauer als bewegter projizierte Raum erlebbar. Die Projektionen sind riesig, der Besucher schreitet durch die Räume, ist mittendrin, Teil der malerischen Idee. Der museale Raum ist mit Musik erfüllt, sie intensivieren die Stimmung.

Video © Ulf Caspar, Handykamera

Dennoch, so schön wie die Bilder sind, so atemberaubend die Location, mit einem Mal bleibt die Besonderheit des Originals verschlossen. Es eröffnen sich spektakuläre Farb- und Formwelten, die das malerische Original illustrieren, aber die Aura der Malerei verschwindet hinter der technologischen Finesse. Sie werden den Originalen nicht gerecht. Dennoch ist es ein Erlebnis, die Technologien von Projektoren auf Wand, Decken und Boden stehen im Vordergrund, auch wenn sie unsichtbar sind. Das virtuelle Bild, das alles bewegen kann, drückt sich in den Vordergrund. 

Es ist ein Besuch wert, aber die Erwartungshaltung sollte nicht allzu hoch geschraubt werden. Sonst führt es zu Enttäuschungen, den die dramaturgische Entwicklung der bewegten Malereien fehlt. 

 Atelier des Lumières

38 Rue Saint-Maur, 75011 Paris, Frankreich

Beitrag von Prof. Ursula Drees
Photographie und Video von Ulf Caspar.

Ars Electronica Festival 2019

©Ars Electronica siehe 1.

Das 2019 Ars Electronica Festival findet von September 5-9, 2019 in Linz, Österreich mit dem Thema „Out of the Box. The Midlife Crisis of the Digital Revolution“ statt. https://ars.electronica.art/outofthebox/

Die Ars Electronica feiert ihren 40igsten Geburtstag. Wie immer werden Zukunftsthemen angesprochen und in Linz dargestellt. Der Hauptort des Festivals ist die POSTCITY, das ehemalige Logistikzentrum der Post direkt am Linzer Hauptbahnhof. Ein grosses Areal, der Besucher wird zwei Tage sicherlich dort verbringen, sollte der Ehrgeiz bestehen fast alles, oder viel zu sehen. Alles geht kaum, das Areal ist verwinkelt, die Kraft des Besuchers begrenzt, die Aufnahmefähigkeit ebenso.

©Ars Electronica Center

Es gibt eine Festivalmeile in der Innenstadt, im Linzer Mariendom, im OK und OÖ Kulturquartier sind Ausstellungen und Exponate zu erkunden. Das Lentosmuseum, die Kunstuniversität Linz, der Donaupark, die Stadtwerkstatt und das Ars Electronica Center, neu gestaltet und ausgestattet. In der Anton Bruckner Privatuniversität finden in der Regel die musikalische Ereignisse Platz und statt.

Das ist eine lange Liste von Orten. Die Autorin ist regelmässig vor Ort, wenngleich in diesem Jahr auf Grund von der Gesundheit, die Teilnahme nicht gegeben ist. Schade, das Bedauern ist gross.

Postcity Untergeschoss©Ursula Drees

Die Ars Electronica ist in Europa, so behautet die Autorin, das angesehenste Medienfestival. Dort werden das künstlerische Denken und Handeln, auf den Prüfstein gelegt, es werden Wissenschaft und Forschung mit Medien und Kunst verwoben. Dieser Ansatz ist in keiner Weise neu, waren die Künste und die Wissenschaften schon im 15. Jahrhundert eng miteinander verheiratet. Nachdem jedoch jahrelang die Technologien die Forschung, den Kanon der Welterkundung angeführt haben, kommt es zu einer Rückbesinnung. Geistes- und Kunstwissenschaft finden Beachtung. MINT, das Schlagwort schlechthin, dominierte Studienfächer und Fakultäten, Geistes- und Kunstwissenschaften taten und tun sich schwer. Die Autorin hegt eine berechtigte Hoffnung, dass ein Umdenken stattfindet. Denn Funktion und Bestimmung, Ausrichtung und Wertigkeit werden nicht nur von einer Seite bestimmt. Es kommen grundsätzlich interdisziplinäre Ansprüche zum Tragen. Genau das findet statt, die Konzeptionen in der Kunst, die Bestimmungshilfen und die Ausdruckskraft einer Aussage werden berücksichtigt. Es geht nicht nur um das Ausreizen einer Technologie, es geht um den Menschen. Was macht, darf, kann und soll der Mensch mit Erfindungen anstellen? Wofür ist etwas gut, warum soll etwas entwickelt und vertiefend erforscht werden?

Diesem Anspruch hat sich die Ars Elecronia nie verschlossen, deshalb ist das Festival wichtig und tragend.

Autorin: Prof. Ursula Drees

  1. CREDITS für den Trailer des Als Electronica centers:

Doing Nothing with AI, Emanuel Gollob (AT) last breath, Dmitry Morozov / ::vtol:: (RU) COMMON SENSE, Kevin Strüber (DE) data.tron, Ryoji Ikeda(JP) Lasermice, So Kanno (JP) Putting the Pieces Back Together Again, Ralf Baecker (DE) CRYPTID, Michael Candy (AU) KIDS, Michael Frei (CH), Mario von Rickenbach (CH)/Playables bitTOWER, Wu Juehui(CN) Poise→[d], Dmitry Morozov / ::vtol:: (RU) Egg, Martina Scarpelli (IT) Programmable Droplets, Udayan Umapathi (IN/US) MODELL 5, Kurt Hentschläger(AT), Ulf Langheinrich(DE) The Object of the Internet, Projet EVA — Etienne Grenier (CA), Simon Laroche (CA) BALLET #1, Akinori Goto (JP) Namahage in Tokyo, Etsuko Ichihara (JP), ISID OPEN INNOVATION LAB. (JP) STAR VALLEY, Marko Peljhan (SI), Matthew Biederman (CA/US) tx-reverse 360°, Virgil Widrich (AT), Martin Reinhart (AT) nimiia cétiï, Jenna Sutela (FI) LeveL II, mischer’traxler studio (AT) Living Mirror, C-Lab, Howard Boland (UK), Laura Cinti (UK) ELECTRONICOS FANTASTICOS!, Ei Wada (JP) Große Konzertnacht: The Berlioz Project Video Edit: Ars Electronica / Yazdan Zand Music: Karl Julian Schmidinger Ars Electronica https://ars.electronica.art/https://www.facebook.com/arselectronicahttps://www.twitter.com/arselectronicahttps://www.instagram.com/arselectronicahttps://www.flickr.com/photos/arselec…

Erik Smitt at the fmx 2019

Stylized cinematography is the topic of Erik Smitt’s presentation at the fmx 2019. He considers cinematography as an important part of authoring. Therefore, he seemed to be very grateful to be involved early in the creative process and be able to set up lighting before animation. Erik is convinced that it makes a remarkable difference if he lights a scene like he would in a real set. Defining the range of movement in a lit scene supports authenticity and believability. 

For “The Incredibles 2” Pixar Animation Studios, he carefully orchestrated contrast, camera movement, distance and framing. Traditional lighting techniques were pushed, an eye illumination system applied for caustics, haze and fog were used to enhance depth and color complexity and to add richness to the sets. He studied references of the 1960s and used shaped light like in Hitchcock movies, worked with silhouettes and various color temperatures according to the time of day.

Inga Wätjen and Erik Smitt
Photo©Peter Ruhrmann

Inga Wätjen, student at Stuttgart Media University, is interested in the challenges of creating a visual style for a sequel and Erik’s work as a DoP for animated features. 

Interview: Inga Wätjen
Camera and sound: Peter Ruhrmann

Interview: Katja Schmid and Inga Wätjen
Camera: Peter Ruhrmann and Katja Schmid
Audio: Peter Ruhrmann
Editing: Katja Schmid and Inga Wätjen

Article written by Katja Schmid

Tags:

Between the poles of authenticity and stylization

About the sheer limitless grammar of storytelling in animation and visual effects

Once again FMX emphasized on the latest technical achievements and their artistic challenges and chances for animation and visual effects. In his humorous and philosophical keynote about bridging the gap (motto of this year’s FMX conference in Stuttgart) 

Photo©Katja Schmid

Dr. Jan Pinkava referred to the greek word for art which is τέχνη, and states: “Art is tech and tech is art”. Later in his talk he mentioned the “halo effect of technical difficulty” and addressed the stake of technology for the cinematic experience. 

Dr. Jan Pinkava, Keynote Speaker at FMX
Photo©Dominique Brewing and Luzie Marquardt

Four days of FMX left an impressive mark how today’s filmmaking is driven by the speed of computing and algorithms just to impress and to capture the audience.

In fact, the power of computing has been used for two contrary creative poles of visualization: high abstraction through stylization and on the other side of the spectrum – authentic realism. 

To mention the most popular example stylization first, the academy award winning animated feature production “Spider-Man: Into the Spider-Verse” employed newly developed tools to achieve the comic print look in the movie. 

Once the general half tone style has been defined more artistic decisions had to be made to obtain the illusion of “print-film”. Thus, the team around VFX supervisor Danny Dimian tested new ways of substituting photorealistic motion blur (with rolling shutter imitation, animation in twos- twelve images per second, lines on edges) and innovative depth-of-field applications such as chromatic aberration, reducing level of detail, abstraction of background elements, smears and stretches and misalignment of color passes for defocus effects. Remapping illumination, hand painted look of highlights and displacement of colors supported the 2d-ish comic look. Read more about this in fxguide.

Moreover, machine learning algorithms have been used to graphic lines on the character’s faces. Lighting supported rich and bold colors, reflections were stylized and graphic elements such as actions lines, curves and scratches were added. 

Another impressive example for stylization has been demonstrated by Kevin Baillie (Method Studios, Creative Director & Sr. VFX Supervisor)at FMX. Talking about the visual effects of the photoreal feature “Welcome to Marwen” directed by Robert Zemeckis, the seamless blend of humans and dolls was an impressive visual experience. Scanning the human actors, making a 3d print of their physical dolls, rescanning the dolls and merging real eyes and lips into the CG dolls lead to an unique character appearance. Also, new cinematographic techniques were invented for shooting the miniature world, such as digital tilt-shift lenses and variable diopters to set focus on bent focus planes using a “focus curtain”. 

In order to achieve this “cinematic mini-landmark” look (Julian Wood), 84 million hours of rendering were required, using 200.000 processors provided by the company Conductor Technologies. 

Also, Dave Walvoord VFX Sup (DWA) makes a note on render power for the animated feature “How To Train Your Dragon: The Hidden World” – 69% of the full render capacity of the whole movie has been used to create the never-before-seen hidden world of an underwater volcano with its giant waterfalls, mushrooms, corals and glowing crystals. This highly stylized world of magical ecosystems is indeed an eye candy- and an evidence for the equation of render power and production value.

The character of Light Fury is a medium-sized Strike Class dragonand rather an animal in the wild than a pet. Supervising Animator Thomas Grummt explains the importance of solid references.  Thomas Grummt Supervising Animator (DWA) and Dave Walvoord VFX Supervisor (DWA)

Photo©Katja Schmid

He has studied the movements of big cats, salamanders, birds and white terns before the award winning software Premo has been used for animation.

Nine years ago, Thomas Grummt was attending the talk on “How to Train Your Dragon 1” at FMX. Being a student at Stuttgart Media University, he took the chance to contact the speaker after the presentation. Today, when he walked through the streets of Stuttgart, he said: “I was a bit shocked how much time has passed. But it’s very nice to be back. When I had my presentation yesterday, there were a bunch of students that had basically the same questions that I had back in the days. It feels good to give back a bit.” 

We also took the chance to talk to Thomas Grummt during FMX and asked how the increasing realism of cg characters influences animation and what he would recommend to animation students.

Interview: Professorin Katja Schmid
Sound: Peter Ruhrmann

Article written by Professor Katja Schmid

Tags:

Simon Griesser at the fmx 2019

Simon Griesser is an Animator and Director. Previously he worked for different companies as a Game Developer, 3D Artist, 3D animator/ motiondesigner in Vienna and California. Together with Phillip Comarella he founded Salon Alpin, an animation studio in Lissbon and Vienna. 

The studio creates innovative, animations, short films and games with a focus on poetic storytelling. They call themselves a ‘sustainable storytelling studio’. Some of their clients include MontBlanc, Greenpeace, Austrian newspaper Falter.. 

Since 2018 Salon Alpin is represented by Passion Picture Studios. Best known for “Falter inferno” (2015), “Old Man’s Journey” (2017) and the recently with the Annie Award 2019 for Best TV Broadcast Commercial awarded “Rang Tan” (2019). 

See more about their work: Salon Alpin.

At FMX 2019 Griesser is talking about designing and directing Greenpeace commercial ‘Rang Tan’ and the conceptual production process of storytelling. We had the chance to sit down with Simon and talk to him about his work as a Director, the immense creativity and uniqueness from Salon Alpin when it comes to animation and techniques and of course about the earth, protecting the environment and raising awareness. 

Article written by Lisa Schubert & Malena Trachte 
Camera: Lisa Schubert 
Interview: Malena Trachte 
Editing: Malena Trachte 

Tags: