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HighSpeed PhotoBooth from Pablo Garcia on Vimeo.
Diese Photobooth macht aus 3 Sekunden 1000 Bilder. Die Verlängerung der Zeit, die Darstellung einer Bewegung macht diese Fotobooth zu einem magischen Erlebnis. Nicht umsonst ist der Aufführungsort gleich ein Kircheninnenraum geworden. Die Menschen werden festgehalten und bewegen sich so langsam dass wir als Betrachter Zeit und Individuum erkennen. Hier wird man real und nicht nur zu einem Special Effekt. Die Geschwindigkeit gibt Raum zum Innehalten und das tun wir auch.
HighSpeed PhotoBooth Highlights from Pablo Garcia on Vimeo.
Nach der Aufnahme der 3 Sekunden zieht eine integrierte Software den Video auf die Länge einer Minute, eine kleine Aktivität wird extrem verlangsamt und jeder Zuschauen erkennt die vielen, sonst übersehenen Bewegungsabschnitte. Eine Art moderner Muybridge. Der video selbst wird automatisch auf den You Tube Channel des Kunstfestivals hochgeladen und für alle zugänglich.
Team:
Booth Design: Pablo Garcia and Spike Wolff
Software/Hardware Design: Riley Harmon and Dan Wilcox
Booth Construction: Kyle Rood
Camera Provided by: Matt Kearney of Fastec Imaging
Lighting Provided by: Gil Penderly of Visual Instrumentation Corp
Support by
The Jill Watson Family Foundation
Studio for Creative Inquiry [Carnegie Mellon University, Pittsburgh]
Jessika Bergs hat mich auf dieses Projekt gestossen. Wir haben begonnen die neue Studioproduktion zu konzipieren und alles weist in Richtung Video Projektion Mapping.
Sony Realtime Projection Mapping 2 from Marshmallow Laser Feast on Vimeo.
Der Soundtrack ist nicht nachahmungswürdig weil kitschig und stereotypisch. Die Möglichkeiten in der Bildtechnik aber in jedem Fall. Die erzählte Geschichte derweil ist verbesserungswürdig. Hier fehlt noch Inhalt und generell Gehalt, aber darum schien es sich nicht zu drehen.
©Sandra Ciampone
Weitere Bilder der Entstehungsgeschichte, der Herstellung finden sich unter meorme.com/index.php?/commissions/sony-ps3/.
Einige zeige ich auch hier. Sie stammen alle von sandra ciampone
Ich muss erneut meine Begeisterung für die Projekte der Gruppe Urban Art zum Ausdruck bringen. Hier will ich „WHAT IS UP?“ – “A virtual site-specific theatre” vorstellen. Es ist eine Architekturprojektion in Enschede / Niederlande während des Internationalen Festivals der Künste „Grenzwert“ am 25. September 2010.
Im Grunde ist das nicht sehr alt, aber dennoch in der heutigen Schnelllebigkeit ein Zeugnis von Zeitlosigkeit. Ein Zeugnis, dass Inhalte und nicht wie so oft bei medialen Artefakten durch reine technische Faszination und Innovation ein Werk zu einem künstlerisch wertvollen Beitrag erhebt. Die Gestaltung und Ästhetik des Projekts ist zeitlos und in grosser Übereinstimmung mit der Architektur, Inhalt und Technologie.
WHAT IS UP? | a site-specific virtual theatre | documentation from urbanscreen on Vimeo.
Urban Art erzählt die Geschichte eines Mannes, nach einem Weg durch eine dunkle Strasse nach Hause kehrend, den Rückzug von der Welt in seinen eigenen 4 Wänden versucht. Sein Lebensraum stellt sich surreal dar und spiegelt des Mannes innere Welt. Das Haus wird zu einem 3 dimensionalen Umfeld, dass den überproportional grossen Menschen beherbergt. Wir schauen bei unerwarteten Gravitationsänderungen, Wandwechseln und dem Eigenleben einer selbstagierenden Lebensumwelt zu.
WHAT IS UP? | a sitespecific virtual theatre | trailer from urbanscreen on Vimeo.
Die Hauswand stellt das Verbindungsstück von Innen nach Aussen, von Privatsphäre zu Öffentlichkeit dar. Schichten und Lagen der Persönlichkeit finden eine künstlerische Entsprechung in der Veränderung des Innenraums. Wir sehen was im Leben dieses Menschen geschieht, wenn sich alles ändert.
Diese Arbeit von Urban Screen haben wir schon im letzten Jahr genauer studiert, als es an die inhaltliche Suche für die Studioproduktion Event Media in Verbindung mit TV ging. Anfangs wollten wir das Thema „Smart Homes“ realisieren. Wir suchten nach Möglichkeiten die Selbstständigkeit der neuen voll vernetzten Häuser und ihre Konsequenzen für den beherbergten Menschen zu visualisieren. Das Projekt „Whats’s Up“ schien bereits alle Komponenten zu beinhalten und sollte unsere innere Inspirationsquelle werden. Zwar wurde das Thema dann später nicht realisiert, aber die Auseinandersetzung mit der Verbindung Organisation, Inhalt und Form, Technik und Herstellung stellte eine lehrreiche Zeit der Anschauung dar.
Schauspieler: Constantin Georgescu, Angela Kecinski, Till Botterweck, Koncept / Art Direktion: Thorsten Bauer, Max Goergen, Compositing: Thorsten Bauer, Max Goergen, Till Botterweck, 3D Operator: Peter Pflug, Sound Design: Jonas Wiese, Klarinette: Tomppu Houtari
Konstruktion der Greenbox: Falk Richter, Sasa Kloos, Dr. Wolfgang Fendrich, Rene de Vries, Assistent des Sets: Moritz Horn, Andy Rosenthal, Produktion: URBANSCREEN für das Grenswerk-Kunstfestival Enschede, Umgesetzt mit: Wings VIOSO Server
VJs, Event Media Produktioner, Video Mapper sollten einen Blick auf die Software BLENDY werfen.
Ungenauigkeiten, Überblendungen, Lücken, Überschneidungen, dunkle Kanten, ungleichmässige Übergänge sind altbekannte Probleme für allem die grosse Flächen mit mehreren Projektoren bespielen.
Die Projektionen werden in der Regel an den Rändern und Übergängen übereinander gelagert und mit weicher Kante ausgeblendet. Ein einfacher Verlauf reicht nicht aus, Licht reagiert ungleichmässig also wird mit Hilfe einer Gammakurvenberechnung eine gleichmässigen Ausblendung erzeugt. Diese Berechnung wird durch die Software BLENDY übernommen.
Die Projektionen bilden sich konturenlos als Ganzes ab.
An der Software wird kontinuierlich gearbeitet, alle die BLENDY ausprobieren, können Verbesserungen bei den Entwicklern anregen.
Die Version für weniger erfahrene User ist noch in Arbeit.
Die Betreiber der Regionalen Bahnen Northern Rail haben 2010 eine Lichtkunstinstallation für den Bahnhof „Sunderland“ im Nordosten Englands beauftragt. In den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts überspannte die Station eine massiveiserne Lichtkuppel, die es heute nicht mehr gibt. Die Station bestand vor der Überarbeitung aus zwei Bahnsteigen, einer davon nicht genutzt. Eine trostlose Situation.
© Chris McKenna
Es wurde eine 140 m lange Glaswand in dieser „Harry Potter like Station“ installiert. Der verwaiste Bahnsteig wird verdeckt. Jonathan Hodges Künstler von Jason Bruges Studios hat mehr als 60 Freiwillige in kleinen Sequenzen aufgenommen. Sie tragen Koffer, warten, bewegen sich von links nach rechts, drehen sich weg stehen, sie tun etwas.
„Moving human figures etched in light will appear behind the wall resembling passengers waiting for a train, and will disappear with each passing train.“ Zitat eines Freiwilligen.
Die aufgenommenen Passanten werden auf die Glaswand projiziert. Geisterhafte Erscheinungen bewegen sich und sollen den Eindruck erwecken, als sei das nun verdeckte Gleis belebt. Die Glaswand stellt eine Repräsentation des alten Gleis dar.
©James Medcraft
„It’s also where there was a platform which is now blocked up, so it’s an echo of what was there before – as well as mirroring the platform opposite.It does look back, but I think it’s really about where Sunderland is going,“ so Künstler Jonathon Hodges des Jason Bruges Studios. Die einzelnen Glasteile werden zu einer grossen low-resolution Video Matrix (755×15 pixels). Die Installation wirkt kontemplativ und fügt sich inhaltlich, historisch und gestalterisch in die Ursprungssituation ein. Nicht nur das, sie belebt.

