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Vera die Muse

Die Show ist zwar vorbei, das Konzept aber bleibt bemerkenswert. Kirsty Minns und Érika Muller (KM and ÉM) haben ein Projekt ins Leben gerufen, dass sich um gefundene Fotografien von der fikitven Person „Vera“ dreht.

Sie fanden die Bilder in einem Trödelladen in der Nähe von Brighton. Vera, eine Person mit Bildern aber ohne Geschichte.

Deshalb riefen Kirsty Minns und Érika Muller die Aktion: „Vera, Chapter One“ ins Leben. Designer, Gestalter und Künstler wurden aufgerufen ein Photo als inspirative Grundlage für ein Werk zu nehmen.

Dadurch entstanden aus allen möglichen Sparten Objekte, Bilder und Geschichten, die Veras Biografie schreiben. Vera die Muse.

Die Ergebnisse wurden auf dem London Design Festival im September 2011 gezeigt. Und die Bilder können weiterhin als Inspiration verstanden und verwendet werden.




Oder vielleicht hat man eigene Bilder aus der Vergangenheit, die einer Biografie bedürfen.

Die Fotografien gehören Kirsty Minns und Érika Muller und dürfen hier mit freundlicher Erlaubnis abgebildet werden.

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Theo Jansens Skulpturen gehen von selbst

Theo Jansen baut kinetische Skulpturen. Sie gehen auf unendlich vielen Stelzen und Beinen langsam nach vorne und das ohne Motor oder anderem Antrieb ausser dem eigenen in sich verschachtelten Mechanismen und Ausseneinflüssen wie Luftdruck und anderen atmosphärischen Bewegungen. Riesig und hoch filigrane Dinosaurier schreiten langsam voran. Auf der TED Konferenz stellt Theo Jansen seine Arbeiten vor.


Wetter und andere Bedingen machen den Skulpturen nichts aus, sie bewegen sich.

Wenn weisse Räume auf Kinder treffen

In Dezember 2011 wurde in der Queensland Gallery of Modern Art die Installation des Künstlern Yayoi Kusama inszeniert. Die Idee ist reduziert. Es wurde eine Wohnung gebaut in der alle Lebensgegenstände strahlend weiss waren. Als schaute man in ein weissen Bild. In Zeitraum von 3 Wochen wurden an Kinder mehrere Tausend bunte Klebepunkte vergeben mit der Aufforderung diese im weissen Lebensraum anzubringen.  Eine Explosion von Farbigkeit kam dabei heraus. Die Installation mit dem Namen „The Obliteration Room“ ist Teil der „Look Now, See Forever“ Ausstellung und läuft noch bis zum 12 März.




Die ersten 4 Photos dürfen mit freundlicher Genehmigung der Queensland Art Gallery und dem Photograph Mark Sherwood abgebildet werden.


Die beiden anderen Bilder sind von Stuart Addelsee und heybubbles.

O2 Cube von Obscura Digital

CO2 Cube from Obscura Digital on Vimeo.

Dieses Projekt ist schon 2009 realisiert worden. Und auch wenn es älter ist, so ist es zeitgemäss.
Auf der United Nations Klima Konferenz in 2009 wurde auf Höhe des Meeresspiegels ein Cube mit dem Massen 8.2m x 8.2m x 8.2m installiert. Klimatische Änderungen in einer nachvollziehbaren Art darzustellen erscheint schwer, die Klimaforscher führen Zahlen und Statistiken an. Aber Emissionsmengen zum Beispiel lassen sich schwer als Bild vorstellen. Als Gesamtheit wissen wir von unseren Taten, aber als Einzelner denken wir nicht an den Verbrauch von Kohlendioxiden wenn wir Autofahren, Einkaufen, kochen oder Plastiktüten wegwerfen.

Die Gruppe Obscura Digital haven den Versuch gestartet. Der Cube selbst illustriert das Thema. Die Informationen werden von YouTube und Google geliefert. Dieses Interface wurde “4-D Hypercube User Interface System“ genannt, ein wohlklingender wenn auch etwas übertriebener Begriff für einen tatsächlich wohl immer noch 3D Cube. Das kann als gutes Branding verstanden werden. Die Botschaft, die Visualisierung und der Cube selbst sind sehenswert.

Für weitere Informationen:
http://www.obscuradigital.com/work/detail/c02-cube/

Kinektanwendung

Diese Arbeit von Theo Watson mit Team zeigt was mit der Kinekt machbar ist. Gestensteuerung als erweiterte Interaktionsmöglichkeit wird in dem Beispiel mit Sinn belegt. Natürlich ist das Thema noch aus der Sparte Unterhaltung, aber es lassen sich nachhaltigere Anwendergebiete daraus ableiten.

In diesem Beispiel wird die Grenze Wirklichkeit und Übertragung auf digitale Umfelder wird schmaler, Interaktionen übertragen sich auf virtuelle Charaktere durch gestische Äusserungen der User.

Theo Watson hat den code geschrieben und in einer open source Bibliotek veröffentlicht.

credits:  Puppet Parade wurde zum ersten Mal 2011 auf dem Cinekid Festival in Amsterdam vorgestellt. Puppet Parade wurde mit openFrameworks und der ofxKinect realisiert.

Puppet Parade – Live footage from Design I/O on Vimeo.

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