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Alberto Giacometti: Malerei

Das Photo ist eventuell urheberrechtlich geschützt und kommt von der Website MUSÉE MAM.

Alle kennen seine Skulpturen, diese ellenlangen, schmalen, wie im Windkanal nach hinten gepfiffenen Menschen. Ausgemergelt sind sie, bestehen aus Beinen, Beinen, Beinen, überhaupt alles ist Ellen lang.

Ein paar Worte zu Giacometti. Ein Schweizer, in Paris. Es dauert einige Zeit, bis er den bekannten Stil entwickelt, anfangs macht er kubistische Objekte und Malereien, dann wechselt er zum Surrealismus, da kommt er nicht weiter. Er ist Existenzialist, er beschäftigt sich mit Phänomenologie. Und dann endlich beginnt er mit der Arbeit an der „Komposition der Figur“. Er will die Distanz des Künstlers zur Figur aufzeigen. Er sieht und das will er zeigen, ohne die Vollendung durch Gedanken, Wissen und Theorie zu berücksichtigen.

Seine Malereien sind vielleicht ebenso bekannt, aber da steht das vielleicht. Seine Malerei wird erst nach 1957 besprochen. Wer bedenkt, dass er 1901 geboren wurde und 1966 verstarb, ist es spät im Leben des Künstlers. Seine Malerei ist monochrom. Auch reduziert auf das Wesentliche wie seine Skulptur.

Sie wirkt wie eine Skizze, eine Zeichnung. Viele Striche, die Ideallinie wird gesucht, es ist konstruierend und die Menge schafft Fläche. Ein Stillleben aus dem Jahr 1960. Es ist nicht sonderlich groß und passt auf die Staffelei. Gemalt wurde mit dem Blick auf die Gesamtfläche und der Arm mit Pinsel erreichte alle Ecken und Bereiche sitzend. Heute gehen Künstler um ihre Leinwände, manche müssen auf das Material treten, um zur Mitte zu kommen, bei diesem Format nicht.

Es ist ein Stillleben mit 5 Äpfeln in zwei Reihen, drei linker Hand, zwei rechter Hand, in der Bildmitte aufgereiht. Bei dem Wort Bildmitte muss erwähnt sein, dass die Leinwand etwas breiter als hoch ist und das Motiv in einem gemalten Quadrat mittig liegt, ein Bild im Bild. Diese Äpfel sind nicht rot oder grün, sie haben den gleichen Farbton wie das Umfeld. Ein warmer Grauton, der hier und da einen beigen Einschlag hat. Manchmal blitzt Okka auf, in seltenen Fällen etwas Rötliches, der Rest ist kalkig mit schwarzen Linien. Es geht um den skizzenhaft aufbauenden Strich. Manchmal wird die Konstruktion mit scheinbar ungeduldigen Pinselstrichen übermalt und zur Fläche. Es gibt keinen Tisch zu sehen, die Äpfel scheinen in einem geometrischen Raum aus Strichen und Linien zu schweben. Sie können auch auf dem Boden liegen. Horizontale und Vertikale teilen die Leinwand in Geometrie. Wobei der Raum angedeutet wird. Zwei Drittel Boden oder Raumfläche, ein Drittel oben die Wand. Sind das an die Wand gelehnte Bilder? Ist da ein Stuhl? Gibt es Möbel? Liegen Blätter in Stapeln auf dem Boden oder Tisch? Ist es ein Kästchen oder schweben die Äpfel auf einem Teller, oder etwas anderen Objekthaften. Darüber lässt sich spekulieren, es geht in die Abstraktion ein. Die Äpfel, die sind klar und deutlich. Mehr nicht.

Ein ahnliches Motiv, ebenfalls ein Stillleben, dies aber aus dem Jahr 1937, „Stillleben mit einem Apfel“, ist figurativ, wenig Abstraktion. Eine hölzerne Kommode, mit zwei schmalen Schubladen und zwei Fächern ist vor einer halbhohen hölzernen Wandvertäfelung platziert. Die Farbtöne der Hölzer sind übereinstimmend, eher dunkel, rötlich schimmerndes Material. Ein Sechstel der Bildhöhe macht die Zimmerwand aus, ein beiger Kalkton. In der Mitte dieser Komposition der einzelne Apfel. Klein liegt er auf der Kommodenoberfläche. Erkennbar bereits die vielen Striche, Noch wird mit Fläche Form gemalt, sie werden komplettiert durch Vertikale und horizontale Linien. Auch hier der unruhige Strich, an einigen Stellen werden die Flächen mit schnellen Pinselführungen in Wellen schraffiert. Andere Stellen erscheinen, als habe der Künstler mit einem Spachtel eine Fläche vertikal vermalt. Trotz des ruhenden Motives atmet diese Malerei Bewegung.

Ein weiteres Werk aus dem Jahr 1959 stellt Aika dar. Sie sitzt frontal vor dem Künstler, eingebettet in Linien des Ateliers. Die Hände im Schoss ruhend, schaut sie nach vorne. Das Bild ist monochrom, im bekannten Gips oder Kalk Ton mit Farbaufhellungen zu Okka und Rostrot. Dazwischen schwarze Linien, schnell gesetzte Striche. Der Kopf ist in der Bildmitte und durch die dunkeln Linien grau, zu gemalt. Immer und immer wieder wurde übermalt und neu angesetzt. Helligkeit ist fast verschwunden, hier und da blitzt ein hellgrauer Bereich wie oberhalb der Lippe oder der Stirn durch das vermalte Grau auf. Der Kopf ist klein und noch schmaler der Hals. Dann folgt die zugeknöpfte Bluse mit Kragen, ein breiter Gürtel und ein Rock, auf dem die Hände ruhen. ES reichen dem Maler einige zügige gut gesetzte Striche. Das Portrait selbst atmet die vielen Schichten und Ansätze. Der Kopf wird wie die Stillleben behandelt, ist klein im Bild. Die Proportionen sind unstimmig. Der Körper grösser als der Kopf.

Ein weiteres Bild „Isabel à l’atelier“ aus dem Jahr 1949 zeigt das Motiv, eine sitzende Frau, seitlich mit übergeschlagenen Beinen und vorgebeugt mit dem Unterarmen auf dem Schoss, sitzend auf einem durch Linien angedeutete Coach mit hoher Rückenlehne. Sie befindet sich in Mitten des Wirrwarrs des Ateliers. Eine Staffelei wird angedeutet, im Hintergrund einige Linien zur Raumperspektive. Farbschichten unter den Linien zeigen Raumtiefe, es sind mal hellere durch einfallendes Licht gekennzeichnete Bereiche, andere im Schatten liegende, ins Grau abtauchende Anteile. Der Boden geht in die Wand über, dennoch zeigt sich ein Rotton und grenzt ab. Isabel scheint ein rotes Kleid oder Ensemble zu tragen. Ihr Gesicht ist mit weissen runden Strichen eine Andeutung. Die Augen erscheinen wie Auslassungen auf dem dunkeln Gipston der Wand. Dennoch ist die Person in einer bewegten Stille fest gehalten. Selbst diese wenigen Striche des Gesichts vermitteln das Gefühl von einer unangenehm berührten Wartenden.

1950 portraitiert er seine Mutter „La Mère de l’ àrtiste“. Die in der Mitte sitzende Mutter, frontal auf dem Stuhl sitzend, dem Künstler gegenüber, übereinander geschlagene Fußknöchel, Hände im Schoss, inmitten der Bildfläche. Darum eine Orgie an Linien, Tisch, Kommode mit Objekten, Regale an der Wand, der Türrahmen mit der Mutter darin, eine Wanduhr, an der linken Bildseite Einbauschränke. Ein Perserteppich auf dem Boden. Rötliche Wand, rötlicher Teppich, viele Möbel in der Mitte der Mensch. Linien, Kreise, Striche. Der Mensch geht eine Symbiose mit dem Interieur ein. Er wird malerisch so behandelt wie das Ding. Der Kopf klein, die Augen nur Punkte, die Mundwinkel weisen nach unten. Es ist eine entspannte Aufmerksamkeit, aber gleichzeitig ein geduldiges Ausharren. Die Mutter sitzt ihrem Sohn als Model. Der Moment eingefangen.

Die besprochenen Bilder sind Teil der Ausstellung: Derain, Balthus, Giacometti im Musée d’Art moderne de la Ville in Paris. Sie geht noch bis Ende Oktober.

Die Photographien wurden mit dem Handy in der Ausstellung von Ursula Drees gemacht. Sie sind nicht von allererster Qualität, gerade das obige ist durch die Spiegelung verbesserungswürdig. Auf Instagram sind bedeutend hochwertige Abbildungen zu finden.

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Ars Electronica 2017: Mariendom: LightScale II von Uwe Rieger

Der Mariendom in Linz, Österreichs größter Kirchenbau, in dem gut 20.000 Menschen Platz finden, wird umgebaut. Das Gebäude ist neben den Bauabsperrungen leer. Das allein ist sensationell, denn die Größe und Höhe des Raumes kann sich vollständig entfalten. Hier wird LightScale II von Uwe Rieger gezeigt.

Das Werk braucht Luft. Es misst 20 Meter Länge und ist in Form einer Reuse aufgebaut. Die Karbonkonstruktion ist nicht federleicht, aber leicht. Unerwartet einfach lässt sie sich  im Raum bewegen. Sie ist aus Karbon gefertigt und auf einem Ein-Punkt Träger asymmetrisch aufgestellt. Für die Balance werden seitlich zwei Schwimmer, in diesem Fall Gewichte ausgelegt. Damit lässt sich die Reuse nicht nur in der Horizontalen, sondern auch Vertikalen verschieben. Sie kann auch im 45 Grad Winkel schaukeln. Die Reuse ist mit grüner Gaze umspannt. Im Innenbereich ist die Gaze locker in der Diagonalen ausgelegt. Sie bilden einen durchscheinenden Körper. Ultraschall- Sensoren an der Bodenträgerkonstruktion leiten Daten an ein Motion-Tracking –System. Mit Unity werden Soundfiles als auch Projektionen aktiviert. Es sind Meeresgeräusche und Walgesangähnliche Töne. Auf die Netze werden Unterwasserformen projiziert. Es sind Blasen, Quallen ähnliche Gebilde, Algen manchmal Geometrien. Sie schweben mit der gleichen Bewegung der Reuse im Netzraum. Der Besucher bewegt die Reuse und damit werden neben dem default Sound- und Bildteppich zusätzlich Sounds und Bilder aktiviert. Es ist eine meditative Installation. Sie beeindruckend durch Größe und Leichtigkeit.

Bildergalerie:

Die Semiotik des Materials, Netz, Reuse, Karbon verweisen auf die Schwerelosigkeit des Meeres. Die analoge Bewegung, das langsame Schweben und die leicht zu bewegende Reuse, die dann wiederum mit einer dem Meereswiderstand angemessenen Bewegung ein wenig schwerfällig Positionsveränderungen nachgeht sind der Vorstellung von der Bewegung unter Wasser angemessen. Das Gefühl im Meer zu sein wird erzeugt. Die schwarmhaften Projektionen verbunden mit den Wassergeräuschen und Walgesängen schließen den Eindruck. Es ist poetisch, leicht und meditativ. Hier will sich der Besucher aufhalten. Es wird nicht langweilig, die Geräusche und Bilder werden nicht aufdringlich, ein vollendetes Werk.

Reusen treiben im Meer . Die Fische, von Wind und Wellengang zum Ufer getrieben, schwimmen auf dem Rückweg ins Meer an den Leitnetzen entlang in die Reusen, aus denen sie nicht mehr entweichen können, weil die einzelnen Teile trichterförmig ineinander greifen. Im Frühjahr, nachdem kein Eisgang mehr zu erwarten ist, werden die Reusen eingesetzt und bleiben den ganzen Sommer über im Meer. Sie werden alle 3 Tage geleert.

Uwe Rieger Light Scale Ars Electronica

Uwe Rieger ist Associate Professor am arc/sec Lab for Digital Spatial Operations an der School of Architecture and Planning in Auckland.

https://www.aec.at/ai/de/lightscale-ii/

CommAwards: GOLD für Schatten/Shadow

Die Studioproduktion Event Media unter der Leitung von Prof. Ursula Drees von der Hochschule der Medien in Stuttgart hat mit einem 8 köpfigen studentischen Team für ihr Werk „Schatten“ bei den CommAwards GOLD gewonnen. GRATULATION!

Auf der Site des CommAwards wird die Leistung hervorgehoben. „Absoluter Jury-Liebling und Highlight des CommAwards war der beeindruckende Erfolg des Studiengangs Audiovisuelle Medien der Hochschule der Medien Stuttgart. In der Kategorie RAUM erhielt die Studentenarbeit die einzige Gold-Auszeichnung und verwies selbst Koryphäen wie KMS und Atelier Brückner auf die bronzenen und silberne Ränge. Auf 125qm inszenierten drei Studentengruppen der HDM Stuttgart im Rahmen der MediaNight eine räumliche Adaption des szenischen Kurzfilms „Schatten“ und begeisterten die Jury restlos.“

„Die acht Studierenden sind keine Anfänger, einige von ihnen habenden die Studioproduktion als Fach zum zweiten oder gar dritten Mal belegt. Die Erfahrung und ihr Können machen sich bemerkbar, denn diese Studioproduktion ist ausgefeilt und durchdacht. Jedes Element passt zum nächsten, jede Technologie steht mit den Inhalten im Einklang. Ein durchweg stimmiges Werk, dass die Auszeichung GOLD verdient hat. “ Ursula Drees

Wir gratulieren!

Ausführliche Informationen zum Projekt finden sie hier.

 

Fondacion Louis Vuitton: „inside the horizon“, 2014 von Olafur Elisson.

 

 

In der Fondacion Louis Vuitton, Paris, Bois de Boulongne findet sich die Installation „inside the horizon“. Sie wurde angekauft und kann entsprechend stets gesehen werden. 43 dreieckige Säulen reihen sich im Außenbereich des Gebäudes an. Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Brunnen, diesem einzigartigen Gewässer, das für die Gehry Architektur angelegte Wasserspiel, ein Wechselspiel von Licht und Natur entsteht. Zwei Seiten der Säulen sind verspiegelt, eine Seite besteht aus vollsaturierten gelben Glassfliessen, die von innen beleuchtet werden. Und dazu ein Soundtrack von Samuli Kosminen und Olafur Elisason. Es sind Wassertöne und Geräusche des Meeres zu hören. Nicht unangenehm, bedenke man, dass Musik, Geräusch, Ton nach einer Weile die Ohren anstrengt, soweit sogar, dass sie des öfteren einfach ausschaltet wird.

Diese Dreiecksäulen sind an der Kolonnade angereiht und werden vom Besucher durchschritten. Entweder der Mensch wird vervielfältigt oder er befindet sich im Gelb der LED- Säulenseite. Ein langsames Hindurchgehen bietet sich an, das Gelb wickelt den Menschen ein. Es ist eindrucksvoll wie eindeutig Farbe empfunden wird, es ist ein gutes, ein beruhigendes, ein glücksbringendes Gefühl. Hinweg sind die Sorgen. Entweder der Besucher ergeht die Installation in Schlangenläufen, oder er flaniert an einen der Seiten entlang. Sie ist groß genug um, ein Erlebnis zuzulassen, denn es verstreicht Zeit.

Die Installation fügt sich in das Ensemble ein, als sei sie dafür gemacht, und die Vermutung liegt nah. Der Bau wurde 2014 eingeweiht und Olafur Eliasson wird seine Arbeit auf das Umfeld angepasst haben. Innerhalb des Horizonts befindet sich der Mensch, so impliziert der Titel des Bildes. Darüber lässt sich nachdenken, der gebogene Gang entschwindet dem Blick. Spiegel vervielfältigen Farbe, Menschen und Gebäude. Es ist kein Horizont zu entdecken, es ist eine Unendlichkeit, die sich dort auftut. Der Titel passt, denn wer im Horizont ist, der sieht ihn nicht.

Photographien von Ursula Drees

Paris: Fondation Louis Vuitton


Fondacion Louis Vuitton von Frank Gehry

Das Gebäude liegt im Bois de Boulonge, was an sich eine Sensation ist. Man stelle sich vor, ein Luxustaschenhersteller wolle im Tiergarten, im Central Park oder im Englischen Garten an der Isar ein großes Museum bauen. Was muss gezahlt werden, welche Absprachen und Versprechen laufen im Vorfeld, um das zu ermöglichen?

Bernard Arnauld der Chef der LVMH Gruppe verfolgt seit Anfang 2001 diese Idee, sechs Jahre später in 2006 wurde die Bauerlaubnis der Stadt Paris gegeben. Das Gebäude sollte 127 Million Dollar kosten und die Pläne stammen von Frank Gehry. 2014 wurde das Gebäude offiziell eröffnet und soll 143 Million Dollar gekostet haben. Ziemlich gut kalkuliert und erstaunlich kostengünstig, wenn man den Berlin Brandenburg Flughafen, den Stuttgarter Bahnhof oder die Elbphilharmonie vergleicht. Tatsächlich kam im Mai 2017 ein Bericht an die Öffentlichkeit wo von €780 Millionen bis $900 Millionen die Rede ist. Das wäre einleuchtender für diesen Bau.

Das Gebäude umfasst 3850 qm, es gibt im Untergeschoss ein Auditorium mit 350 Sitzen und ist auf 2 Stockwerke angelegt. Es trägt den Namen Segelboot oder der Iceberg. Gehry selbst hat mit 400 Mitarbeitern am Design, der Statik und Konstruktionsplanungen gearbeitet. Es besteht aus 3600 Glas- und 19000 Beton Paneelen wurden erst als Simulationsmodel, dann als Miniaturmodel, dann mit Industrierobotern gebaut. Ein massives Unternehmen, welches im März 2008 seine ersten Schritte machte.

Gehry selbst sieht das Design als Antwort zur Lage in den Jardin d’Acclimatation. Es soll wie eine Art modernes Glashaus des 19. Jahrhunderts wirken. Der Jardin d’Acclimatation wird schon Marcel Proust als Kulturdenkmal beschrieben und diese Bestimmung soll auch dem Gehry Bau zugeschreiben werden. Es steht am Ende eines Wassergartens, ein in Stufen angelegter breiter Wasserlauf, der extra für das Gebäude angelegt wurde. 12 monumentale Glassegel werden durch Fiberunterstützende Betonmodule gehalten. Die Segel werden mit Holzkonstruktionen stabilisiert, es sieht transparent und elastisch aus, Die Oberflächen reflektieren die Außenumstände, die Architektur ist groß und leicht, wechselt die Schattierung der Nuancen. In der Dunkelheit strahlt das Licht nach außen, bei Tageslicht nimmt es die natürlichen Stimmungen auf.

Auch wenn keine Ausstellung in den 8 Galerien gezeigt wird, in diesen Übergang- und Umbauzeiten gibt es eine Eingangsschlange. Das Gebäude ist ein Magnet und phänomenal. Ohne Internetticket darf bis zu 2 Stunden kalkuliert werden, die Sicherheitsvorkehrungen sind gewaltig. Wenn Ausstellungen gezeigt werden muss entsprechend mehr Wartezeit mitgebracht werden. Ob sich das lohnt? Ja unbedingt empfehlenswert. Auch ohne Ausstellung wird in einer Sonderausstellung die Entstehung des Baus beschreiben.

Es fängt mit den ersten wuseligen Zeichnungen von Gehry an, geht weiter zu den unterschiedlichsten Modellen, von Papier, zu Pappe, zu Fiber Glass, zu Metallen und anderen Materialien. Es wird die Aerodynamik, Unwetterresistenz, Licht, Schatten, Wärme, Kälte, Statik – alles geprüft und getestet. Diese Modelle werden ausgestellt. Eine 2 Seitenwand Film dokumentiert durch eine Drohne aufgenommene Aufnahmen, die Bauentwicklung im Fastforward Mode  und ein Durchschreiten der Räumlichkeiten macht den Eindruck vollständig. Auf der offiziellen Website der Fondacion wird der Timelapsebau gezeigt.

Die verschiedenen technischen Entwicklungen wurden bereits mehrfach in den USA und Frankreich ausgezeichnet. Selbst die Harvard Universität hat dieses Gebäude in das Programm des Master Studiengangs aufgenommen. 

Photographien mit dem Handy von Ursula Drees.