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Christoph Bauder_Vektor_memories in light & sound

Im Kraftwerk in der Köpenicker Strasse, Louisenstadt, Mitte wird von Christoph Bauder die Lichtlaser- und Soundinstallation Vektor_Memories in Light & Sound aufgeführt. Das Kraftwerk ist eine ausgezeichnete Halle für eine so grossformatige Installation. Christoph Bauder schreibt in den Ankündigungen, es handelt sich um ein autobiographisches Werk. Sein Leben wird in dieser abstrakten Licht-, Sound Installation aufgegriffen und verarbeitet.

Allein die Location und die schiere Grösse der Installation sind einen Blick wert. Es gibt nicht viele dieser Überbleibsel des Maschinenzeitalters. Die meisten dieser Locations sind schon umfunktioniert worden, sind zu Galerien, vielleicht zu hippen Lofts oder Luxuswohnungen geworden. Deshalb ist es umso schöner hier zu sein. Es lässt sich viel spekulieren, wie die Lebensmomente benannt werden können. Einiges ist konkret, wie die Kirchenglocken, das Wasserrauschen, die Technosounds, anderes lässt sich geniessen, aber nicht auf etwas Bestimmtes festlegen. Hier denken und geniessen Rezipienten, was sie wollen.

Es ist eine Technikdemonstration. Laserstrahlen formen Gebilde, lösen sich auf, werden neu erfunden und füllen den Raum anders aus, dank des gut eingesetzten Hazes. Audio 3D umgibt die Menschen. Einige Menschen sitzen auf dem Boden, andere wandern herum und suchen immer wieder neue Perspektiven. Die von Bauder komponierten Soundscapes sind manchmal sphärisch, manchmal nicht. Es ist eine vielseitige Komposition.

Die Autorin meint, dass die Show ca. 45 min. dauert. Es gibt aber auch Live Performances. Wer mehr über Kooperationen mit z.B. dem Fraunhofer Institut oder zu technischen Entwicklungen, die angewandt werden, lesen will, der findet hier weiterführende Informationen.

Die Aufführung bietet viele unterschiedliche Eindrücke. Es ist manchmal sehr viel von Allem, manchmal nur sehr wenig. Manchmal denkt man, dass vielleicht eine nachvollziehbare Geschichte erzählt wird, dann verflüchtigt sich dieser Eindruck.

Es ist ein langsames Erleben. Die Begleitung der Autorin war im Bann, keine Langeweile, stete Abwechslung, Faszination. Eine Kathedrale des Lichts und des Sounds.

Beitrag von Ursula Drees. Die Videos wurden beim Besuch mit dem Handy aufgezeichnet.

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