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Dieses Werk wurde in der Neuen Nationalgalerie gezeigt.

Andächtig knien oder sitzen die BesucherInnen in der Neuen Nationalgalerie, Berlins, vor dem abgesperrten Areal, in dem die Roboterhunde mit menschlichen Köpfen umherfahren. Zu sehen sind Pablo Picasso, Andy Warhol, Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Kim Jong-un und der Künstler selbst. Eine wilde Mischung prominenter Figuren – bis auf Beeple, den man außerhalb der Kunst- und Technologiewelt kaum als Celebrity bezeichnen kann.


Die Roboter bewegen sich vor und zurück durch den Raum, bleiben gelegentlich stehen, um ihre Batterien nachzuladen, oder drucken Bilder aus. Der Vorgang erinnert an Hunde, die Kot absetzen. Die Ausdrucke bleiben auf der abgesperrten Fläche liegen. Wer versucht, eines mitzunehmen, wird sofort von den Aufsichten zurückgepfiffen.
Die Installation gewinnt die Aufmerksamkeit des Publikums. Sie bedient alles, was derzeit Konjunktur hat: wohl bekannte Persönlichkeiten, Robotik, künstliche Intelligenz und eine leicht provokante Inszenierung. Dagegen lässt sich wenig einwenden.
Ob daraus jedoch Kunst entsteht, bleibt offen. Das zentrale Konzept der Gesichter erschließt sich nicht. Warum gerade diese Auswahl? Was verbindet Kim Jong-un mit Zuckerberg, Warhol, Picasso oder dem Künstler selbst? Eine nachvollziehbare Antwort liefert die Arbeit nicht. Die Zusammenstellung wirkt eher beliebig als begründet. Dadurch bleibt die Aussage unscharf und verliert an Präzision.


Hier wird keine klare Position bezogen. Was bleibt, ist ein technologisches Spektakel: schön modellierte Köpfe auf Roboterhunden der letzten Generation, die den Raum bevölkern und das Publikum in Bann ziehen. Die technische Umsetzung ist gut – die inhaltliche Aussage hingegen nicht.
Zum Künstler:
*Beeple, bürgerlich Mike Winkelmann (1981 in Wisconsin, USA), ist ein US-amerikanischer Digitalkünstler, Grafikdesigner und Animator. Er studierte Informatik an der Purdue University und entwickelte seine künstlerische Praxis zunächst außerhalb des klassischen Kunstbetriebs. Seit 2007 realisiert er mit dem Projekt Everydays täglich ein neues digitales Bild und wurde damit zu einem der prägenden Vertreter der zeitgenössischen digitalen Bildkultur.
Seine Arbeiten verbinden 3D-Computergrafik, Animation, digitale Medien, Virtual und Augmented Reality sowie zunehmend künstliche Intelligenz und Robotik. Charakteristisch ist eine satirische Auseinandersetzung mit Popkultur, Medien, Konsum, Technologie und politischen Machtstrukturen. Seine Arbeit überschreitet die Grenze zwischen digitaler Kunst, Design, Entertainment und Installation.
Internationale Bekanntheit erlangte Beeple insbesondere durch Everydays: The First 5000 Days, eine digitale Collage, die 2021 bei Christie’s für 69 Millionen US-Dollar versteigert wurde und zu einem Schlüsselmoment für die institutionelle Anerkennung von NFT- und Digital Art wurde.
Mit Regular Animals (2025) führt Beeple diese Entwicklung in den physischen Raum weiter: Autonome Roboterhunde, ausgestattet mit hyperrealistischen Silikonporträts prominenter Persönlichkeiten, beobachten ihre Umgebung, verarbeiten die aufgenommenen Bilder mittels KI und erzeugen daraus physische Drucke. Die Arbeit thematisiert Algorithmisierung, maschinelle Wahrnehmung, Autorschaft und die Macht technologischer Plattformen.
Die Staatlichen Museen zu Berlin stellen Regular Animals in eine kunsthistorische Linie mit Nam June Paik und Andy Warhol und verstehen Beeples Arbeit als Fortführung der Auseinandersetzung mit Technologie, Massenmedien, Celebrity Culture und Autorschaft – nun unter den Bedingungen von KI und algorithmischer Bildproduktion.
Offizielle Beeple-Website
Staatliche Museen zu Berlin – Regular Animals
Beitrag von Ursula Drees (Die Beschreibung des Kunstwerks und die Kritik)
Die Biografie zum Künstler ist von Chat GPT
Die Bilder sind von Ursula Drees

