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unnamed soundsculpture von Daniel Franke, ChopChop, Cedric Kiefer

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Das Projekt unnamed soundsculpture will eine sich bewegende Klangskulptur sein. Die sehr ausdrucksstarke Berliner Tänzerin Laura Keil interpretiert das Musikstück – Kreukeltape von Machinefabriek – mehr als gekonnt. Mit 3 Kinekt Kameras werden von unterschiedlichen Perspektiven die Tanzbewegungen aufgezeichnet. Die Schnittmenge der drei Aufnahmen wurde später wieder zu einem dreidimensionalen Körper (3D-Punktwolke) zusammengefügt. Diese Vorgangsweise ermöglichte, die gewonnenen Daten während des weiteren Prozesses zu verwenden.

unnamed soundsculpture from Daniel Franke on Vimeo.

Die Kamera reagiert auf den Klang und unterstützt die tänzerische Interpretation des Musikstücks. Laura Keil bewegt sich in einem Klangfeld, in dem eine einfache Änderung des Anfangswerts für den Zufallsgenerator neue Versionen des Videos mit einem anderen Arrangement der aufgezeichneten Performance hervorbringen kann. Die Mehrdimensionalität der Klangskulptur ist bereits in jeder Bewegung der Tänzerin enthalten.


Laura Keil kann ihren Körper in Zeitlupe in alle denkbaren Positionen bringen, was der Aufzeichnung sehr zu Pass kommt. Ohne sie wäre diese soundsclupture nicht gelungen. Schade dass, sie nur in den Credits nicht jedoch als Mitbeteiligen Künstlerin erwähnt wird.

Credits:
Dancer: Laura Keil und Music: Machinefabriek „Kreukeltape“
www.onformative.com / www.daniel-franke.com
Price auf der Ars Electronica in Linz 2012: Anerkennung – Honorary Mentions

Hello Future – Saatchi & Saatchi

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Auf dem Cannes Lions International Festival of Creativity 2011 hat Saatchi & Saatchi die Creative Direktoren Jonathan Santana & Xander Smith mit der Inszenierung „Hello Future“ ins Rennen geschickt. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Künstler und Spezialisten haben kollaborativ diese Show verwirklicht.

Juliette Larthe hat die Intendanz des Theaterstücks realisiert. Gary Card ist der Set Designer, Clark erweckte „Big Brother“ auditiv zum Leben, die Animatoren sind Andrew Osborne and Raffael Ziegler. Mark Titchner, Nominee für den Turner Prize, fungierte als Art Director, hat ausserdem eigens die Typografie für ‘Hello, Future‘ erfunden und zusammen mit den Animationsartisten von Milkshake Laser Feast die Visuals ausgedacht. Aaron Meyers schrieb die Performance Software Creation. Projizierte Bildwelten von Marshmallow Laser reagieren mit der Kinekt Kamera Technik auf Jamie Lidell, der auf der Bühne agiert.

Saatchi & Saatchi hat eine Art Making Of ins Netz gestellt. Die Erwartungshaltungen sollten nicht so hoch sein, denn eigentlich wird natürlich das Projekt als bahnbrechendes Kunststück verkauft, dennoch sind einige Teile informativ, auch wenn die Künstler ab und an zur Intention und Aufgabenbereich kommen.
Die Bühne wird in 3 Teile strukturiert, eine große Projektion in der Mitte und zwei weitere schmale an den Seiten.

Sie schaffen eine zentralperspektivische Illlusion, bestehen aus abstrakten Computer generierten Bildern und Animationen sind für das generelle Lichtambiente zuständig. In der Mitte die Hauptprojektion und Bühne. Hier werden dank der Kinectintegrierten Tiefensensors die Bewegungen vom Performer Jonathan Lidell in ein 3 D anmutendes Wireframebild, umgerechnet. Die Kinects sind an einigen ausgesuchten Stellen installiert, die Bewegung wird von daher nicht flächendeckend abgenommen sondern nur an barcode anmutenden Kuben oder Units im Bühnenbereich.

Der Künstler wird multipliziert, gross verdoppelt, seine Person rückt in den Hintergrund zugunsten der virtuellen Abbildung. Sollten wir das Ganze tiefer interpretieren, dann geht es im Wesentlichen um die Verschmelzung des wirklichen und den virtuellen Ichs in der heutigen Gesellschaft und Zukunft. Die Performance beginnt und endet jeweils mit der direkten Ansprache einer computer generierten Stimme. Wir fragen uns ob sie ein höheres Wesen repräsentiert? Dazu werden radial zentrierte Formen und Farben auf der Hauptprojektionsfläche generiert. Alle Bilder in dieser Richtung zielen auf den „Big Brother“ Effekt, sie sehen wie Augen aus. Das wiederum stellt auch ein visuelles Rahmenkonzept her. Big Brother am Anfang und Ende, dazwischen Jonathan Lidell, der Mensch, und seine übergrosse 3 D Person.

Resonate – Platform for Art and Technology

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Resonate ist eine neue Platform für Networking, Information, Wissenskollaboration und Bildung. Diese Platform gibt Künstlern die Möglichkeit ihre Erfahrungen im Bereich Technologien in der Kunst und Kultur zu teilen und vermitteln. Es ist eine offene Platform. Sowohl Software Engineering, Informatik, Bildwissenschaften, Wahrnehmungswissenschaften und alles was zwischen diesen Polen liegt werden willkommen geheissen. Es soll die Teilung der Natur-, Geistes und Kultur- Kunstwissenschaften miteinander verbinden. Dieser Ansatz findet in der letzten Zeit immer stärkeren Zuspruch.


© Photo by Marko Radosevic

Isolierte Betrachtungsweisen von nur „seiner“ Disziplin können der Wissenschaft, die durch globalisierte Wissensstrukturen profitiert, nur einen Teilaspekt beschreiben. Aber die Szene drängt zum Blick über den Tellerrand. Diese Platform will diesem Trend Genüge tun. Das Festival wurde im März dieses Jahres mit der freundlichen Unterstützung von NGO Magnetic Field B und Dom Omladine in Belgrad abgehalten.

Alexandros Tsolakis / United Visual Artists at Resonate 2012 from Resonate Festival on Vimeo.

Es ist eine online Repräsentation mit dem Titel: “Resonate – Platform for Art and Technology” entstanden. Es werden dort
1. regelmässige Updates der Veranstaltungsorganisation veröffentlicht
2. Videos Tutorials und Workshops publiziert
3. Tips u nd Tricks, einen Blick hinter die Kulissen
4. Die Dokumentation der Festival videos mit alles Beiträgen.

RGB+D Toolkit Overview from James George on Vimeo.

2013 is die nächste Konferenz angedacht. Diesen Tip habe ich von Hartmut Ulmer, Franz Rosenberger und Thomas Nathan erhalten. Sie waren beim ersten Festival und sehr angetan. Ich danke für diesen Hinweis.

Kinektanwendung

Diese Arbeit von Theo Watson mit Team zeigt was mit der Kinekt machbar ist. Gestensteuerung als erweiterte Interaktionsmöglichkeit wird in dem Beispiel mit Sinn belegt. Natürlich ist das Thema noch aus der Sparte Unterhaltung, aber es lassen sich nachhaltigere Anwendergebiete daraus ableiten.

In diesem Beispiel wird die Grenze Wirklichkeit und Übertragung auf digitale Umfelder wird schmaler, Interaktionen übertragen sich auf virtuelle Charaktere durch gestische Äusserungen der User.

Theo Watson hat den code geschrieben und in einer open source Bibliotek veröffentlicht.

credits:  Puppet Parade wurde zum ersten Mal 2011 auf dem Cinekid Festival in Amsterdam vorgestellt. Puppet Parade wurde mit openFrameworks und der ofxKinect realisiert.

Puppet Parade – Live footage from Design I/O on Vimeo.

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