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StuPro – humanoised

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HUMANOISED

Feeds, streaming video, digitale Tages- und Wochenzeitungen, online TV, blogs , Youtube , flickr, amazon, ebay, iTunes oder Portale für Flug-, Hotel-, Autobuchungen oder Partnervermittlungen, digitale Psychologen, Ratgeber und Helfer. Wir sind rund rum versorgt, für alles gibt es eine Application. Wir sind Massenware und sprechen durch Massenmedien. Wir sind öffentliche Gebäude, jeder kann hinein und heraus wandern. Was bleibt von unserer Persönlichkeit, unseren Sehnsüchten, Träumen, Wünschen, wenn es keine Geheimnisse mehr gibt?

Kernsatz: Der Mensch im medialen Rausch.

Die offen begehbare Installation mit dem Titel “Humanoised” besteht aus 4 Erlebnisphasen. Sie legen sich wie Zweibelhäute um den Kern der Installation. Die erste Haut, die Wand der Vorurteile, inszeniert plakativ gängige Gedanken, Stereotypen, Meinungen und Aussagen über Medien, Internet, User, Medienrausch und -abhängigkeit. Schilder, Plakate konstatieren Aussagen wie: “Alle User sind Zocker” oder “Counterstrike schafft Serienkiller”.

Die zweite Haut lässt den Besucher eine Sinfonie aus Störgeräuschen des täglichen Lebens erleben. Systemklänge für Mitteilungen wie ”Basso, Blow, Frog, Funk, Glass, Morse, Ping, Sosumi or Tink” werden mit bekannten Default Handyklingeltönen, hochfahrenden Computersounds, Errormeldungen bei Tastaturfehleingaben, Klicken, Tippen, Ein- und Ausschalten zu einem Musikstück gemischt. Diese Phase wird Soundkorridor genannt.

In der dritten Schicht, der Handywald, werden mobile Telefone auf dünnen Ständern wie Grashalme, oder sich im Wind neigende Baumäste im Raum verteilt. Sie stehen in einer dichten Geschlossenheit und spielen Gespräche ab. Ein Gesprächemurmeln, Handyrauschen entsteht. Erst bei einer Annäherung an ein Telefon, wird der Besucher Mithörer der Unterhaltungen; “Welche App für das iPhone oder Ipad neu raus gekommen ist, ob die PSP oder die Wii ein besseres Geburtstagsgeschenk für den 5 jährigen Sohn ist, wann man sich wo trifft, nacherzählte Episoden unserer Freunde aus bekannten TV Serien usw”. Die wichtigen Gespräche der Benutzer.

Die vierte Phase, der innere Kern der Installation, sogenannte Personenstehlen bilden den Abschluss der Inszenierung. Der Mensch hinter dem medialen Rausch. Zu einem mannshohen Turm aus steglosen Monitoren aufgebaute Wände, Personenstehlen, zeigen aus der Ferne den unscharf gewordenen Mensch. Beim Näherkommen des Besuchers kristallisiert sich eine Persönlichkeit heraus. Je grösser die Nähe des Besuchers zur Personenstehle, desto klarer und grösser wird die Person. Bei der grössten möglichen Nähe schauen wir in die Tiefen der Persönlichkeit, erfahren was nicht mehr gedacht, gefühlt und gesagt werden kann, verschlossene Wahrheiten.

Bildergalerie:

Teilnehmer der Studioproduktion humanoised:

StudiengangNameVorname
AMBBohrAndré
AMBVolkChristoph
AMBKettererClara
MWBSchotteNiko
MWBSchleichSelina
ErasmusGarciaLara
*AMB = Audiovisuelle Medien Bachelor, MWB = Medienwirtschaft Bachelor, EMM = Elektronische Medien Master, Erasmus = Austauschstudent

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