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Das tanzende Ampelmännchen von Smart

 

Das tanzende Ampelmännchen von Smart

An der Ampel auf Grün zu warten ist nicht nur für Radfahrer oder Autofahrer eine Geduldsprobe, sondern auch für Fußgänger. Man steht und starrt das Ampelmännchen an, schaut nach links und rechts, ob Kinder da sind und wenn nichts los ist, dann geht man bei Rot rüber. Gibt es eine Strategie die Passanten warten zu lassen? Kann das Warten zum Erlebnis werden, zur Unterhaltung, zu einem freudigen Moment? Es kann. Smart hat mit der Aktion #WhatAreYouFor für mehr Sicherheit auf den Straßen eine interaktive Ampelinstallation in Lissabon inszeniert.

Diese Installation bietet einmal einen Raum für Motion Capturing. Bewegungen werden abgefilmt und ich Echt Zeit auf das Ampelmännchen übertragen und entsprechend im zu erwartenden Format auf der LED-Ampel abgespielt.

Die Passanten betreten den Motion Capturing Raum, es läuft tolle Musik, sie wissen sie sollen tanzen, denn sie sehen was ihre Bewegung mit dem Ampelmännchen macht. Allein die Gewissheit, dass man nicht als Person, sondern als anonymes Ampelmännchen tanzt, bringt Freude und auch Leichtigkeit. Dennallein rumtanzen macht keinen Sinn und auch keinen Spaß, schon gar nicht auf Anhieb. Aber mit dem Wissen, welchen großartigen Effekt die Tätigkeit hat, ist ein Grund sein Bestes zu geben. Und natürlich weil der Tanzraum abgeschieden ist. Da kann man sich entfalten. Man wird nicht beobachtet.

 

BBDO als Werbeagentur hat sich das alles ausgedacht.

 

Grenzgebiete am Stuttgarter Hafen


 
Photographie©Oliver Wedel

Grenzgebiete = Grenzüberschreitungen

Besucher des Hafens Stuttgart tauchen an der Langen Nacht der Museen am 25.März 2017 in eine Welt der Grenzüberschreitungen ein. Sie begeben sich auf ein Schiff des Neckar-Käpt’n, das sie an sieben medialen Installationen vorbeiführt. Videomapping und Interaktive Elemente werden präsentiert.

Die zahlreichen Besucher waren von der Installation per Hafenrundfahrt begeistert. Es wurden 6500 Menschen an Land und 4500 auf den Booten gezählt. Ein Rekord. 

Der Neckar verbindet Stuttgart und die Region mit dem Rest der Welt. Der Hafen inspiriert als Grenzgebiet mit seiner, urbanen, industriellen Atmosphäre immer wieder Künstler. So auch die HdM-Studenten aus dem Studiengang Audiovisuelle Medien und Medienwirtschaft. Sie beschäftigen sich in der „Studioproduktion Event Media“ unter der Leitung von Prof. Ursula Drees und Steffen Mühlhöfer mit der Inszenierung von interaktiven Erlebnisräumen. Das war am 25. März 2017 der Hafen, als Grenzgebiet für Wasser und Land, Stadt und Landkreis, Bewegung und Stillstand, Verortung und Übergang. Diese Themen inszenierten die Studenten in sieben Installationen. Die Besucher des Areals am Hafen waren von der Inszenierung zutiefst beeindruckt. Eine Besucherin: „Das Ambiente war super, durch die Kombination von Industriekulisse, nächtlicher Szene und Lichterspiel einmalig.“

Das Thema:

Grenzgebiete aus verschiedenen Blickwinkeln.

Was es ist:

Sieben multimediale Installationen im Hafen Stuttgart an der Langen Nacht der Museen. Der Besucher erlebt verschiedene Grenzüberschreitungen – in Form von optischen Illusionen oder aufgehobenen physikalischen Grenzen.

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Die Stationen:

Station 1: Grenzkörper

Die interaktive Station „Grenzkörper“ ermöglicht es dem Besucher nicht nur Zuschauer zu sein, sondern selbst Teil der Installation zu werden. Sobald er die Interaktionsfläche betritt, taucht er in eine reaktive Unterwasserwelt ein und nimmt Einfluss auf seine Umgebung. Die Station befindet sich im Wartebereich der ankommenden Besucher und bezieht den Containerterminal auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenbecken 2 mit ein.


Photographie©Oliver Wedel

Der Spieler bewegt sich durch eine polygonale Wasserstruktur in der er durch Bewegung seiner Hände Strömungen erzeugen kann, welche sich farblich von der restlichen Struktur abheben. Weitere Elemente, wie Luftblasen, die sich durch die Szenerie bewegen werden von diesen Strömungen erfasst und ändern so die Richtung ihrer Bewegung. Zudem kann der Spieler Luftblasen einfangen und herumtragen, was es ihm ermöglicht eine Luftblase auf eine von ihm festgelegte Reise durch die Unterwasserwelt zu schicken. Untermalt wird das Geschehen von einem atmosphärischen Klangteppich, sowie akustischen Highlights, die die jeweiligen Interaktionen unterstützen. 

Station 2: Grenzlichter


Photographie©Oliver Wedel


Photographie©Adrain Liedtke

„Grenzlichter“ besteht aus zwei Installationen: das Grenzlicht „Land“ im Besucherzentrum und das Grenzlicht „Wasser“ auf der Bundeswasserstraße. Das „Grenzlicht“ ist ein beleuchteter Kubus mit interaktiven Elementen. Durch die Interaktion der Besucher entsteht ein Lichtfluss zwischen den zwei „Grenzlichtern“. Im Grenzlicht „Land“ werden LED röhren durch eine leichtes Berühren aktiviert. Ein Ton und ein Lichtimpuls laufen durch den Kubus und verschwinden im Wasser. Während der Schifffahrt begegnet der Besucher dem Grenzlicht „Wasser“. Hier läuft das Licht zu einem größeren Lichtkubus und im Schiff selbst wird der Ton hörbar. Sobald das Grenzlicht „Land“ betätigt wird, leuchtet das Grenzlicht „Wasser“ einige Zeit später simultan auf.


Photographie©Oliver Wedel

Station 3: Grenzverschiebung


Photographie©Oliver Wedel

Eine Fassaden-Projektion zum Innenleben eines Gebäudes. Das interessierte uns immer schon: wie ein Gebäude sieht und fühlt. 

Station 4: Grenzgewässer


Photographie©Adrain Liedtke

Ein endlicher Strom aus Farben und Bewegung wird auf eine Wasserwand projiziert.

Station 5: Grenzübergang

Das Schiff fährt unter einer Brücke hindurch: Es überquert die Grenze vom Hafenbecken 1 zum Bundeswasserstrasse 1. Beim Durchfahren ändert sich die Lichtstimmung im Schiff, gleichzeitig wird der Grenzübergang an der Brücke markiert. Das Licht ändert sich simultan zum Innenlicht. Auf dem Boot wird mit Ton die Annäherung über Sensortechnik zu hören sein. 




Photographie©Oliver Wedel

Station 6: Tiefengrenze

Die Idee der Station Tiefengrenze ist die Sicht des Besuchers umzukehren und dabei die Grenze der Wasseroberfläche zu überschreiten.

Der Besucher wird vom Schiff aus hinunter auf eine 240 Quadratmeter große Projektionsfläche schauen. Sie ist im Wasser eingeladen, bei der Fahrt wird einleichter Wellengang die Illusion einer anderen Unterwasserwelt unterstützen. Gezeigt wird  deine fremde Unterwasserwelt, eine die nicht im Neckar zu erwarten ist. Da schwimmen Qualle, Häire, Riesenschildkröten, Tropische Fische oder Muränen durch das Wasser. 


Photographie©Oliver Wedel

Station 7: Grenzfall

Hier werden die Grenzen der Schwerkraft überschritten. Dafür wird die Schwerkraft für das Element Wasser aufgehoben und umgekehrt. Es ist eine Fassadenprojektion.


Photographie©Oliver Wedel

Techniken:

Projektion
3x   DLP_Panasonic PT-DZ21K W-UXGA + Optik (2,4-4,7)

Rechner/Peripherie: 
2x   Computer Soundkarten extern M-Audio Profire 2626, 3x   Laptop

Software
Ableton Live Suite 9.7, Adobe CC, DaVinci Resolve 12, Houdini FX (Side FX, Kinect Runtime, Maxon Cinema 4d, Restart on Crash, Soundkarten-Treiber, VLC-Player, Voronoi-Algorithmus, VVVV, VVVV, DX11 Pointcloud Addon, Windows 10

Medientechnik/-steuerung
9x   Shure ULX-D4DE K51 Doppelempfänger + 6 aktive Richtantennen, 5x   Shure ULX-D1 K51 Taschensender + Klinkenadapter + Stativ + Batterien, Strom/XLR/BNC-Verkabelung

Audio
26x FOHHN AL-10 ultrakompaktes Design-Lautsprechersystem, XLR-Adapter, Manfrotto-Superklemmen, Flugrahmen (FOHHN), 4x   FOHHN AS-10 Bassboxen, 4x   Powersoft DIGAM M28Q DSP 4-Kanalendstufe in Rack, Motu UltraLite USB Audiointerface

Lichttechnik
LED-Scheinwerfer LITECRAFT LED PAR AT10 (18x10W), MA Lightcommander (12/2)

Team:

Bildergalerie:

StudiengangVornameNachname
AMBAline Müller
AMBBodoLohr
AMBDorian Sorg
AMBElenaKalinka
AMBLevinFrenzel
AMB Lucas
Aue
AMBMarcusStreiter
AMBTim Dieckmann
AMBMareikeMaass - Rebholz
MWBLucaJungemann
MWBMichaela AnnaHönig
TutorJohannes Raff
IT BeratungNadja Weber

Photos der Langen Nacht der Museen
Bildergalerie vom Photographen Oliver Wedel:

Bildergalerie vom Photographen Adrian Liedtke:

Sponsoren
Bildergalerie:

 
 

Ars Electronica_Postcity: Interface I von Ralf Baecker

 

Diese Installation macht digitale Prozesse sichtbar. Vertikal verlaufende rote Fäden, werden an beiden Enden an Motoren befestigt. Die Fäden untereinander sind durch Gummibänder verbunden. Sobald sich die Motoren zufällig ein- und ausschalten, fallen die Fäden locker oder spannen sich. Die Motoren werden von Geigerzählern gesteuert – sie messen die kosmische Hintergrundstrahlung. Interface I  zeigt Zeit und Raum in ständig wechselnder Gestalt.

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Sie ist in einem grossen dunklen Raum aufgebaut. Eine lange Installation. Sie sieht beeindruckend aus. Filigran die Fäden und die Bewegung. Leises Motorensurren im Hintergrund. An jeder Verbindung verschiebt sich etwas nach oben oder unten. Ein steter Wandel, leicht und konstant. Es ist eine sehr technische Installation. Viele Motoren summen und dennoch ist die Bewegung schwebend und wie aus Geisterhand. Die Grösse der Installation erstreckt sch über den Raum.  Ein dunkler Raum, die roten Fäden aufgezogen an Metallstreben, die Fahrradspeichenformat aufweisen, bewegt sich auf und ab. Ein stets wechselndes Ereignis. Es ist meditativ.

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Produziert von NOME Gallery Berlin 2016
Produktionsassistenz: Antje Weller Forschungen und Experimente zur Realisierung von Interface I wurden im Rahmen von Ralf Baeckers Forschungsprojekt Time of Non-Reality an der Universität der Künste Berlin durchgeführt.

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Ars Electronica_Postcity: RoBoHoN_Heart Moving Phone von Tomotaka Takahashi

Er ist 19,5 Zensiert gross und wie 390 Gramm. Es ist ein mobiles Roboter-Handy. zusammen mit SHARP wurde diese kleine, niedlich anzusehende Figur geschaffen. RoBoHoN kann so einiges. Er hat natürlich alle Handyfeatures von Kamera bis Wecker. Zusätzlich verfügt er über einen Miniprojektor. Damit lässt sich auf eine Grösse von 15 cm ein Bild, Spiel oder sonst was beamen. RoBoHoN kann noch laufen, tanzen, sprechen, den Kopf drehen und hören. Das Kommunikationssystem basiert auf Sprachbefehlen.

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5 RoBoHoNs standen auf der Ars Electronica aufgereiht neben einander, sie wurden mit einem kleinen Spotlight in den Fokus gesetzt, eine schöne, anschaulich verspiele Videoprojektion lief drüber, super Musik im Hintergrund und dann fingen sie an zeitlich zu tanzen.

Alle durften mal ein Feature präsentieren. Das Sprechen, die Augen leuchten lassen, die Hände ausstrecken, dem Beamer zeigen, Tanzen und was der noch kann. Er kostet grad mal 2000 Euro.

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Der Entwicklungsprozess wurde mit wunderbaren Prototypen und Zeichnungen visualisiert. Es ist ein gelungener Kerl und schon juckt es in der Tasche. Portemonnaie raus und kaufen.

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