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Monthly Archives: April 2012

Ein kleiner Ocean im Sandkasten

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Diese Arbeit hat André Bohr gefunden.

Die ADAA (Adobe Design Achievement Award) Galerie hats auf vimeo veröffentlicht. Ein Sandkasten, ein Beamer, Software und Licht. Die Besucher verändern die Sandaufhäufungen, kleine Inseln entstehen, Buchten, tiefere Ozeane: Sandbox Ocean.

Sandbox Ocean from ADAA Gallery on Vimeo.

Und wie es sich gehört schwimmen im Wasser Fische und Fischchen, Schildkröten, Krabben und andere Meerestiere. Die Interaktion mit dem Sand ist so einfach, die Reaktion schlüssig und poetisch. Es erinnert mich ein bisschen an die Verspieltheit von SPORE und an eine frühe Arbeit von Christa Sommerer & Laurent Mignonneau: A-Volve, 1994-97.

Bei A-Volve spielt Sand zwar keine Rolle, aber auch da lockt der Besucher mit Bewegungen im Wasser Fische an. Er spielt mit den kleinen Kreaturen und hat sogar erweiterte Möglichkeiten der Paarung mit anderen kleinen Fischchen. Ich habe diese Installation auf der Ars Electronica in Linz in den 80iger Jahren gesehen. Zur dieser Zeit waren interaktive Installationen hochgradig experimentell und Publikumsmagnete, heute sind wir technisch weiter, aber das Interaktionsschema ist beibehalten und hat weiterhin Bestand.

SmartInversion von der Firma FESTO entwickelt

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Diese Empfehlung habe ich von Jessica Bergs. Sie hat diese wundervolle Entwicklung aufgespürt.
Das Projekt SmartInversion ist ein mit Helium gefülltes Flugobjekt, das einer Würfelkette gleicht und sich durch seine eigene Umstülpung fortbewegt und von der Firma FESTO entwickelt wurde. Diese Firma haben noch andere schwerelose Objekte entwickelt.

Manche sehen aus wie ein Krake oder ähnlich, aber allen Objekten ist gemein, dass sie der Natur entsprungen zu seinen. Die Firma ist an Bionik interessiert.

In Spiegel Online erklärt der Video ganz anschaulich das Prinzip. Leider muss die Werbung von 30 Sekunden im Vorfeld durchgestanden werden. Aber der Video ist es wert.

Na sagen wir, der Inhalt ist es wert. Der Video selbst ist ein klassischer Firmenvideo. Die voice over Stimme ist schon unerträglich durchschnittlich und bedient die Vorstellungen einer weiblichen Sprecherstimme ohne Profil. Und die Hintergrundmusik würde nicht einmal in einem Flughafen toleriert werden. Aber was soll man machen. Die Inhalte sind es trotzdem wert.


© FESTO

Resonate – Platform for Art and Technology

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Resonate ist eine neue Platform für Networking, Information, Wissenskollaboration und Bildung. Diese Platform gibt Künstlern die Möglichkeit ihre Erfahrungen im Bereich Technologien in der Kunst und Kultur zu teilen und vermitteln. Es ist eine offene Platform. Sowohl Software Engineering, Informatik, Bildwissenschaften, Wahrnehmungswissenschaften und alles was zwischen diesen Polen liegt werden willkommen geheissen. Es soll die Teilung der Natur-, Geistes und Kultur- Kunstwissenschaften miteinander verbinden. Dieser Ansatz findet in der letzten Zeit immer stärkeren Zuspruch.


© Photo by Marko Radosevic

Isolierte Betrachtungsweisen von nur „seiner“ Disziplin können der Wissenschaft, die durch globalisierte Wissensstrukturen profitiert, nur einen Teilaspekt beschreiben. Aber die Szene drängt zum Blick über den Tellerrand. Diese Platform will diesem Trend Genüge tun. Das Festival wurde im März dieses Jahres mit der freundlichen Unterstützung von NGO Magnetic Field B und Dom Omladine in Belgrad abgehalten.

Alexandros Tsolakis / United Visual Artists at Resonate 2012 from Resonate Festival on Vimeo.

Es ist eine online Repräsentation mit dem Titel: “Resonate – Platform for Art and Technology” entstanden. Es werden dort
1. regelmässige Updates der Veranstaltungsorganisation veröffentlicht
2. Videos Tutorials und Workshops publiziert
3. Tips u nd Tricks, einen Blick hinter die Kulissen
4. Die Dokumentation der Festival videos mit alles Beiträgen.

RGB+D Toolkit Overview from James George on Vimeo.

2013 is die nächste Konferenz angedacht. Diesen Tip habe ich von Hartmut Ulmer, Franz Rosenberger und Thomas Nathan erhalten. Sie waren beim ersten Festival und sehr angetan. Ich danke für diesen Hinweis.

High Speed Photobooth: einbindend, poetisch slow-motion von Peter Kirn

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HighSpeed PhotoBooth from Pablo Garcia on Vimeo.

Diese Photobooth macht aus 3 Sekunden 1000 Bilder. Die Verlängerung der Zeit, die Darstellung einer Bewegung macht diese Fotobooth zu einem magischen Erlebnis. Nicht umsonst ist der Aufführungsort gleich ein Kircheninnenraum geworden. Die Menschen werden festgehalten und bewegen sich so langsam dass wir als Betrachter Zeit und Individuum erkennen. Hier wird man real und nicht nur zu einem Special Effekt. Die Geschwindigkeit gibt Raum zum Innehalten und das tun wir auch.

HighSpeed PhotoBooth Highlights from Pablo Garcia on Vimeo.

Nach der Aufnahme der 3 Sekunden zieht eine integrierte Software den Video auf die Länge einer Minute, eine kleine Aktivität wird extrem verlangsamt und jeder Zuschauen erkennt die vielen, sonst übersehenen Bewegungsabschnitte. Eine Art moderner Muybridge. Der video selbst wird automatisch auf den You Tube Channel des Kunstfestivals hochgeladen und für alle zugänglich.

© Peter Kirn

Team:
Booth Design: Pablo Garcia and Spike Wolff
Software/Hardware Design: Riley Harmon and Dan Wilcox
Booth Construction: Kyle Rood
Camera Provided by: Matt Kearney of Fastec Imaging
Lighting Provided by: Gil Penderly of Visual Instrumentation Corp

Support by
The Jill Watson Family Foundation
Studio for Creative Inquiry [Carnegie Mellon University, Pittsburgh]

Apparition von Klaus Obermaier und das Ars Electronica Futurelab

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Apparition ist eine außergewöhnliche Tanz- und Medienperformance, deren ästhetisches Potenzial daraus entsteht, dass interaktive Technologien in eine Bühnenperformance integriert werden. Das Projekt wurde von dem in Wien lebenden Komponisten und Medienkünstler Klaus Obermaier in Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab entwickelt.


© Apparition von Klaus Obermaier und das Ars Electronica Futurelab

Dem internationalen Team von Klaus Obermaier gehören u. a. die Londoner Tanzkünstler Robert Tannion und Desireé Kongerød an, sowie die Interaction-Designer und Programmierer Christopher Lindinger, Robert Praxmarer und Peter Brandl vom Ars Electronica Futurelab. Das Analyse- und Motion-Tracking-System stammt vom Japaner Hirokazu Kato. (Text von der Webste von Klausobermaier auf http://www.exile.at/apparition/background_de.html)


© Apparition von Klaus Obermaier und das Ars Electronica Futurelab

Das Mapping auf den bewegten Körper der mit dem Hintergrund verschmelzt oder wieder hervortritt wird durch das Motion Trecking möglich. die Präzision und ästhetische Übereinstimmung mit Hell und Dunkel, mit Mustern und Verschwimmen von Form Grund zeigt das Potential mit scheinbar wenig bildgestalterischen Elementen sehenswerte Formen und Illusionen zu erzeugen.

concept, artistic direction, music and visuals:
Klaus Obermaier (AT)

Choreography, performance:
APPARITION II:
Desirée Kongerød (GB/NO), Matthew Smith (NZ)
APPARITION I:
Robert Tannion (GB/AU), Desirée Kongerød

Interactive design and technical development:
Ars Electronica Futurelab:
Peter Brandl (AT), Jing He (US/CN),
Christopher Lindinger (AT)
Hirokazu Kato (JP) – Osaka University

Dramaturgical support:
Scott deLahunta (US/NL)

Commissioned by:
Ars Electronica Festival, Linz/Austria
South Bank Centre London, Great Britain
Singapore Arts Festival
Supported by European Commission-culture 2000

APPARITION II by Leisure and Cultural Services
Departmentat Kwai Tsing Theatre, Hong Kong / China

Body projection technology by
buero+staubach Berlin, with André Bernhardt