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Monthly Archives: März 2012

Noisy Jelly, ein musikalischer Gelee

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Das Projekt von den Autoren Raphaël Pluvinage & Marianne Cauvard verwundert mich. Wie haben die das gemacht? Die beiden haben einen kleinen Chemiekasten entworfen wo musikliebende Spieler ihren eigenen durchsichtigen Pudding Gelee herstellen. Sie mischen Wasser und einige Gramm Agar Agar Puder.


’noisy jelly‘ photo credit: véronique huyghe

Sie fügen Lebensmittelfarbe hinzu, schütten die Flüssigkeit in die Förmchen und warten 10 Minuten bis der Gelee gehärtet ist. Der Gelee wird dann auf eine Spielbrett gestülpt, die Spieler berühren die wabbeligen Formen und erzeugen Geräusche.

NOISY JELLY from Raphaël Pluvinage on Vimeo.

Technisch gesehen ist das Spielbrett ein Sensor der die Formvariationen und die jeweilige Salzkonzentration des Gelees ausliest ebenso die Entfernung und die Berührungsintensität der Finger. Alles zusammen wird von en einem Sensor aufgenommen und erzeugt ein Audio Signal.
Die beiden Künstler haben mit Arduino und Max/MSP gearbeitet. Gefunden auf http://www.designboom.com/weblog/cat/30/view/19977/noisy-jelly-la-gelee-musicale.html.

Sony Realtime Projection Mapping

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Jessika Bergs hat mich auf dieses Projekt gestossen. Wir haben begonnen die neue Studioproduktion zu konzipieren und alles weist in Richtung Video Projektion Mapping.

Sony Realtime Projection Mapping 2 from Marshmallow Laser Feast on Vimeo.

Der Soundtrack ist nicht nachahmungswürdig weil kitschig und stereotypisch. Die Möglichkeiten in der Bildtechnik aber in jedem Fall. Die erzählte Geschichte derweil ist verbesserungswürdig. Hier fehlt noch Inhalt und generell Gehalt, aber darum schien es sich nicht zu drehen.


©Sandra Ciampone

Weitere Bilder der Entstehungsgeschichte, der Herstellung finden sich unter meorme.com/index.php?/commissions/sony-ps3/.
Einige zeige ich auch hier. Sie stammen alle von sandra ciampone

What’s Up von Urban Screen

What's Up

Ich muss erneut meine Begeisterung für die Projekte der Gruppe Urban Art zum Ausdruck bringen. Hier will ich „WHAT IS UP?“ – “A virtual site-specific theatre” vorstellen. Es ist eine Architekturprojektion in Enschede / Niederlande während des Internationalen Festivals der Künste „Grenzwert“ am 25. September 2010.

Im Grunde ist das nicht sehr alt, aber dennoch in der heutigen Schnelllebigkeit ein Zeugnis von Zeitlosigkeit. Ein Zeugnis, dass Inhalte und nicht wie so oft bei medialen Artefakten durch reine technische Faszination und Innovation ein Werk zu einem künstlerisch wertvollen Beitrag erhebt. Die Gestaltung und Ästhetik des Projekts ist zeitlos und in grosser Übereinstimmung mit der Architektur, Inhalt und Technologie.

WHAT IS UP? | a site-specific virtual theatre | documentation from urbanscreen on Vimeo.

Urban Art erzählt die Geschichte eines Mannes, nach einem Weg durch eine dunkle Strasse nach Hause kehrend, den Rückzug von der Welt in seinen eigenen 4 Wänden versucht. Sein Lebensraum stellt sich surreal dar und spiegelt des Mannes innere Welt. Das Haus wird zu einem 3 dimensionalen Umfeld, dass den überproportional grossen Menschen beherbergt. Wir schauen bei unerwarteten Gravitationsänderungen, Wandwechseln und dem Eigenleben einer selbstagierenden Lebensumwelt zu.

WHAT IS UP? | a sitespecific virtual theatre | trailer from urbanscreen on Vimeo.

Die Hauswand stellt das Verbindungsstück von Innen nach Aussen, von Privatsphäre zu Öffentlichkeit dar. Schichten und Lagen der Persönlichkeit finden eine künstlerische Entsprechung in der Veränderung des Innenraums. Wir sehen was im Leben dieses Menschen geschieht, wenn sich alles ändert.

Diese Arbeit von Urban Screen haben wir schon im letzten Jahr genauer studiert, als es an die inhaltliche Suche für die Studioproduktion Event Media in Verbindung mit TV ging. Anfangs wollten wir das Thema „Smart Homes“ realisieren. Wir suchten nach Möglichkeiten die Selbstständigkeit der neuen voll vernetzten Häuser und ihre Konsequenzen für den beherbergten Menschen zu visualisieren. Das Projekt „Whats’s Up“ schien bereits alle Komponenten zu beinhalten und sollte unsere innere Inspirationsquelle werden. Zwar wurde das Thema dann später nicht realisiert, aber die Auseinandersetzung mit der Verbindung Organisation, Inhalt und Form, Technik und Herstellung stellte eine lehrreiche Zeit der Anschauung dar.

Schauspieler: Constantin Georgescu, Angela Kecinski, Till Botterweck, Koncept / Art Direktion: Thorsten Bauer, Max Goergen, Compositing: Thorsten Bauer, Max Goergen, Till Botterweck, 3D Operator: Peter Pflug, Sound Design: Jonas Wiese, Klarinette: Tomppu Houtari
Konstruktion der Greenbox: Falk Richter, Sasa Kloos, Dr. Wolfgang Fendrich, Rene de Vries, Assistent des Sets: Moritz Horn, Andy Rosenthal, Produktion: URBANSCREEN für das Grenswerk-Kunstfestival Enschede, Umgesetzt mit: Wings VIOSO Server

Blendy eine Mac Software für Multiprojektionen

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VJs, Event Media Produktioner, Video Mapper sollten einen Blick auf die Software BLENDY werfen.
Ungenauigkeiten, Überblendungen, Lücken, Überschneidungen, dunkle Kanten, ungleichmässige Übergänge sind altbekannte Probleme für allem die grosse Flächen mit mehreren Projektoren bespielen.

Die Projektionen werden in der Regel an den Rändern und Übergängen übereinander gelagert und mit weicher Kante ausgeblendet. Ein einfacher Verlauf reicht nicht aus, Licht reagiert ungleichmässig also wird mit Hilfe einer Gammakurvenberechnung eine gleichmässigen Ausblendung erzeugt. Diese Berechnung wird durch die Software BLENDY übernommen.

Die Projektionen bilden sich konturenlos als Ganzes ab.

An der Software wird kontinuierlich gearbeitet, alle die BLENDY ausprobieren, können Verbesserungen bei den Entwicklern anregen.
Die Version für weniger erfahrene User ist noch in Arbeit.